In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Marco Heubaum (XANDRIA).

Wann hast du mit dem Gitarre spielen angefangen und kannst du dich noch an deine erste Gitarre erinnern?

Das muss etwa 1992/93 gewesen sein. Und ich habe angefangen zu lernen auf einer zu einer halbelektrischen umgebauten Akustikgitarre meines Vaters, bevor ich dann meine eigene Halbakustik (Yamaha APX 7) hatte und dann im Sommer 1994 meine erste E Gitarre, eine Washburn.

Ist diese Gitarre noch in deinem Besitz?

Ja, sowohl die Washburn als auch die Yamaha. Letztere habe ich auch in einigen Aufnahmen als Akustikgitarre (mit Mikrofon abgenommen, klingt besser als der Tonabnehmer) verwendet, zum Beispiel im Song „A thousand Letters“. Die Washburn hatte ich auf dem Album auch verwenden wollen, aber leider hatte sich herausgestellt, dass die Pickups hinüber waren, was erst zum Re-Amping aufgefallen war, Ich musste die kompletten Rhythmusgitarren noch einmal aufnehmen, dafür habe ich eine Gibson Les Paul benutzt, die ich damals zu der Zeit viel gespielt habe, bevor ich auf ESP umgestiegen bin.

Was sind deine musikalischen Einflüsse und welche Gitarristen sind deine Favoriten?

Die Frage nach favorisierten Gitarristen lässt sich einfacher beantworten, das ist vor allem David Gilmour. In „Comfortably Numb“ ist mein Lieblingsgitarrensolo aller Zeiten. Musikalische Einflüsse sind dann sehr schwer auf einen Punkt zu bringen, weil es einfach sehr viele sind. Da geht es bei mir aber mehr ums Songwriting, weil mir beim Gitarrenspiel selber, was für mich mehr ein Werkzeug meines Songwritings ist, nicht wirklich um spielerische / technische Einflüsse geht.

Wie viele Gitarren besitzt du und welche sind deine Favoriten?

Das sind inklusive der akustischen Gitarre nur fünf. Und davon spiele ich nur zwei, eine im Studio (eine ltd 7 String) und eine live, meine ESP Arched.

Was meinst du macht die perfekte Gitarre oder Verstärker aus?

Mir muss einfach der Sound gefallen, ein moderner Hi Gain Sound mit einem „warm body“ ist mir wichtig. Bei Verstärkern sollte der Sound transparent und nicht matschig sein bei Hi Gain, wobei das durch so viele andere Faktoren beeinflusst wird. Das grüne Distortion Pedal ist eigentlich unerlässlich dafür, und das richtige Cabinet. Das sollte den Sound obenrum angenehm machen.

Was denkst du über die Frage Röhrenamp oder Modeler?

Ich wollte oben eigentlich als Antwort, was einen guten Verstärker für mich ausmacht, sagen: Ein Touchscreen und ein gutes UI, welches jetzt endlich das Neural DSP Quad Cortex bietet. Alles, was ich oben zum Amp Sound gesagt habe, setze ich digital um, sowohl im Sudio als auch live. Aber die Emulationen sind heutzutage so gut, dass man alle Vorteile des digtalen Amp Profilings im Handling, in der Reproduzierbarkeit und auch Verlässlichkeit, ohne Verluste im Sound hinnehmen zu müssen, in Anspruch nehmen kann. Wer etwas anderes sagt, wird spätestens im Blindtest zugeben müssen, dass er oder sie den Unterschied in Wirklichkeit nicht hören kann.

Welche Gitarren und Amps benutzt du für Aufnahmen?

Oh, die Frage habe ich ja dann vorhin schon beantwortet. Für Aufnahmen zur Zeit meine LTD M-1007 BLACK FADE und live meine ESP SD Arched. Amping im Studio wird mit digitalen Plugins gemacht, und live benutze ich das „Hardware Gegenstück“ dazu, das Neural DSP Quad Cortex.

 

Wenn du nur eine einzige Gitarre auswählen dürftest, welche würdest du nehmen?

Meine ESP Arched, weil die sich am schönsten spielen lässt.

https://www.xandria.de/

 

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