Guitar Special Vol.26 mit Mathias „Don“ Dieth

In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Mathias „Don“ Dieth, den viele aus seiner Zeit als Gitarrist bei GRAVESTONE, SINNER und U.D.O. kennen dürften. Er steht auf Gitarren der Firma GIBSON.

Ich liebe Gitarren über alles. Dennoch hatte ich nach meiner intensiven Heavy Metal Zeit mit GRAVESTONE, SINNER und U.D.O. fast 20 Jahre lang keine Gitarre mehr in die Hand genommen.

Erst 2011 fand ich wieder zum Spielen zurück. Maßgeblich dafür war eine sehr seltene, schwarze Gibson ES 355 aus 2009 (Mono, ohne Tremolo), die im Kölner Laden von Uli Kurtinat an der Wand hing. Eine solche Gitarre hatte einer meiner Lehrer am Münchner Gitarren Institut in den Achtzigern gespielt, nämlich der geniale Gunnar Geisse. Schon damals hatten mich der Klang, die enorme Bandbreite, die Form und das Spielgefühl der ES fasziniert.

Nun, die schwarze Schönheit bei Uli‘s Musik sprang mich förmlich an und ich kaufte sie. Diese Gitarre ist eines der besten Instrumente, die ich je gespielt habe. Sie hat einen warmen, holzigen und zugleich leicht glockigen Ton, der sich clean wie verzerrt entfaltet und sich für Jazz-Rock und Fusion ebenso wie für härtere Sachen einsetzen lässt. Es klingt vielleicht komisch, aber diese Gitarre hat mir die Freude am Spielen wieder zurückgebracht. Ich setze sie bei meinen „außermetallischen“ Aktivitäten wie z.B. bei einem Rock-meets-Flamenco-Projekt mit dem großartigen Gitarristen Christian Füllgraff und bei meinen Souljazz-Freunden ein.

 

Die zweite wichtige Gitarre ist meine 30 Jahre alte Gibson Les Paul Custom aus 1990. Diese Gitarre spielte ich auch auf den letzten Tourneen mit U.D.O.. Gemeinsam mit Stefan Kaufmann hatte ich damals – ebenfalls bei Uli‘s Musik – etwa 10-12 Les Paul „entführt“ und übers Wochenende in den Dierks Studios auf Herz und Nieren getestet. Die weiße Custom war mit Abstand die beste und blieb. Man mag es kaum glauben, aber die Gitarre war damals schneeweiß („Alpine White“). In den Jahren hat sie nun eine schöne Patina angesetzt und ist sehr cremig-gelblich geworden, was der Gitarre einen besonderen Look verleiht. Ich spiele die Les Paul heute als Hauptgitarre mit meiner alten Band GRAVESTONE. Obwohl sie fast fünf Kilo wiegt. Sie ist scharf, bissig und zugleich süß im Ton und singt in den hohen Lagen, fast wie eine Nachtigall.

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