Pic: Charly Nunez
In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Vanesa Harbeck
Pic: Petr Cejka
Meine Lieblingsgitarre ist die Contemporary Fender Strat Japan aus den 80ern.
Diese Gitarre hat für mich einen sehr sentimentalen Wert. Es ist ein Geschenk meines Vaters zu meinem 15. Geburtstag. In Argentinien ist es üblich, für alle 15 jährigen Mädchen eine große Party zu veranstalten. Mein Vater fragte mich, ob ich lieber eine große Party oder eine Gitarre hätte! Ich antwortete natürlich eine Gitarre, und diese Gitarre begleitet mich seit 29 jahren. Es ist ein Teil meines Körpers geworden. Sie hat mich überall in der Welt begleitet. Hier ein Bild von meinem 15ten Geburtstag mit der Fender.

Blues, Latin, Soul, Rhythm’n Blues, Swing, Jazz, Tango und Rock ’n Roll sind die Stilistiken der talentierten Argentinischen Sängerin, Gitarristin,Trompeterin und Malerin,die einen Abschluss für Musik, Lehramt und Komposition der Argentinischen UCA – Argentinischen, Katholischen Universität vorweist. Vanesa hat eine vielseitige und kraftvolle Stimme und bewegt sich bequem durch verschiedenste Musikstile. Sie ist ein Naturtalent an der Gitarre. Ihre exquisite Technik und ihr solider Sound bilden eine perfekte Kombination für ihre Virtuosität und Qualität als Performerin. Sie tourte durch Argentinien und viele andere Länder, darunter internationale Jazz-, Blues- und Tangofestivals in Mexiko, Ecuador, Deutschland,Österreich, Tschechien, Litauen, Polen, Italien, Spanien, der Schweiz, der Slowakei, Ibiza, Irland,Rumänien,Paraguay, Kolumbien, Brasilien und Chile. Seit 2017 lebt sie in Berlin.

Schaut mal rein: https://www.vanesaharbek.com.ar

Pic: Heide Konevitz

Pic: Jindrik Olpt

Pic: Claudia Eisel

Pic: Rosario claps

Cover Painting: Vanesa Harbek, Design: Mathias Harbek

Drei Jahre nach ihrem letzten Output „High Heels Tango“ veröffentlicht VANESA HARBEK am 14.Januar 2022 ihr drittes Studioalbum „Visiones“. Für HARBEK ist „Visiones“ eine Herzensangelegenheit. Nicht nur, weil die seit 2016 in Berlin lebende Musikerin und Malerin mit diesem Album nun auch Europa endgültig erobern will, sondern auch, weil es das bisher persönlichste Werk der 43jährigen Argentinierin geworden ist. In 12 Songs,  die sie teils auf englisch, teils auf spanisch singt, nimmt VANESA HARBEK die Hörer mit auf eine musikalische Reise durch ihr Leben und ihre Seele, und drückt sich dabei nicht nur musikalisch, sondern auch visuell aus, denn zu jedem Titel auf dem Album existiert auch ein Gemälde der südamerikanischen Künstlerin, die nebenbei erwähnt,  ihre Werke auch in einer Berliner Galerie ausstellt. Ihr musikalisches Markenzeichen, traditionellen Blues mit Soul-Elementen und Tango zu vermengen, hat der Sängerin und Gitarristin, die auch exzellent Trompete spielt, schon den Beinamen „der weibliche Carlos Santana“ eingebracht. Zwar ist das sowohl geographisch (Mexiko vs. Argentinien) als auch musikalisch ( Salsa vs. Tango) gesehen Unsinn, doch was beide gemeinsam haben, ist das exzellente Gitarrenspiel und der Blues mit südamerikanischen Flair. Mit ihrer Art, den Blues zu spielen, verströmt VANESA HARBEK nicht nur auf der Bühne und mit ihrem neuen Album „Visiones“ positive Vibes. Dies kommt auch im eingängigen Song „Positive Day“, zum Tragen, wie der Titel schon vermuten läßt. Gefühlvoll, melancholisch und dennoch groovy erzählt VANESA HARBEK im Song „Te Extraño Buenos Aires“, wie sie Argentinien verlassen hat, um in Deutschland ein neues Leben anzufangen, dabei aber immer ihre Heimat im Herzen trägt. Noch persönlicher wird sie in „Hell In Paradise“, der von einer vergangenen, toxischen Beziehung handelt. Und  VANESAs Liebe zum  Tango kommt im Titel  „Vuelvo al sur“  zum Tragen.  Es handelt sich um ein Cover des argentinischen Tango-Revolutionärs Astor Piazzolla, übrigens der einzigen Track auf „Visiones“, der nicht aus ihrer Feder stammt. Produziert wurde „Visiones“ von der Bassisten-Legende Martin Engelien (u.a. Klaus Lage, Tabaluga), der den Bass auch auf dem Album eingespielt hat und ein Teil von VANESAs Live-Band ist. Ebenfalls an Bord sind Berni Bovens an den Drums,  der renommierte Jazz-Pianist und Keyboarder Thomas Hufschmidt, sowie der international bekannte Percussionist Pitti Hecht (u.a. Scorpions, Bobby Kimball). Die Vorab-Singles des Albums, “It’s Crazy”- den sie noch während ihrer Zeit als Lehrerin in einer Musikschule in Buenos Aires geschrieben hat –  und “Positive Day” haben es beide bereits in die  Top 50 der Charts bei Spotify und iTunes geschafft – nicht zuletzt durch VANESA HARBEKs südamerikanisches Publikum, das mehr als stolz darauf ist, eine Latin-Blues-Queen zu haben. Und so macht sich VANESA HARBEK auf, auch den Rest der Welt in ihren Bann zu ziehen. Mit ihrer Gitarre, ihrer fantastischen Stimme und ihrem neuen Album im Gepäck. Und natürlich auf High Heels, wie es sich für eine Königin gehört.

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