Hallo, mein Name ist Oliver Hartmann und die meisten von Euch werden mich aus den Produkt-Videos für „session“ kennen. Ich habe jedoch auch Videos für andere Marken und Hersteller gemacht und bin derzeit vor allem für den deutschen Verstärker-Hersteller Hughes & Kettner, sowie meinen eigenen Channel „hartguitar“ vor der Kamera. Als Gitarrist durfte ich mit Künstlern wie Timmy Rough (The New Roses), Yvonne Catterfeld, Claas P. Jambor und Ina Morgan (Avantasia) arbeiten.Meinen Stil sehe ich persönlich irgendwo zwischen Metal, dem klassischen Hardrock und seit einiger Zeit beschäftige ich mich mit Beats, Synths und Einflüssen aus der aktuellen Pop-Musik. Vor allem durch meine lange Tätigkeit im Verkauf habe ich mir ein relativ grosses Repertoire an „Phrasen“ erarbeitet – einfach nur, weil man einem Kunden auf einer Gibson ES-175 ebenso ein paar Jazz-Akkorde anbieten muss, wie Rock-Riffs dem Grunge-Kid, welches einen neuen Übungs-Amp sucht. Ich wär’ gerne ein viel besserer Country/Western-Gitarrist, da muss ich mich aber definitiv noch mal mehr mit beschäftigen . . .

Ich hatte das grosse Glück, viele tolle Gitarristen – und damit meine ich nicht nur die berühmten – kennen- , mit Ihnen jammen-, fachsimpeln- und Ihre Instrumente spielen zu dürfen. Das hat mich vor allem gelehrt, dass weniger mehr ist und auch die richtig guten nur mit Wasser kochen. Achtung, 5 Euro für das Phrasenschwein: „Der Ton kommt aus den Fingern!“

Wie ihr Euch schon denken könnt, spiele ich vor allem über Amps von Hughes & Kettner, was aber schon lange vor meinem Engagement für diese Firma begann. In der Tat hatte ich mir – aus dem Nachhaltigkeits-Gedanken heraus – mal in den Kopf gesetzt, nur Equipment „Made in Germany“ zu verwenden.

Damals begann das mit einem Hughes & Kettner Duotone Head, den übrigens auch Tommy Thayer von Kiss spielt und einer Engl 412 Box. In Sachen Gitarren, war ich schon immer ein „One-Guitar-Guy“. Ich habe also eine Haupt-Gitarre und ggf. eine weitere als Backup. Am Anfang meiner Gitarristen-Laufbahn waren es ausschließlich Gitarren der japanischen Firma Ibanez und später dann eine Fender Stratocaster und auch mal eine alte Gibson Les Paul Custom. Bis zum Jahr 2003. Am Ende dieses Jahres nahm ich Kontakt zum deutschen Gitarrenbauer Nik Huber aus Rodgau auf, um seine Instrumente in das Sortiment meines damaligen Arbeitgebers „Musik-Schmidt“ aufzunehmen.

Unter den 3 georderten Gitarren, war auch eine silberne „Dolphin Bolt-on“ Ein Modell, welches Nik heute so nicht mehr anbietet. Am nächsten kommt meiner Bolt-on, seine „Twangmeister“. Eben auch eine Gitarre mit geschraubtem Hals/Korpus-Übergang. Als die Gitarre im Lager eintraf, war es um mich geschehen. Ihr müsst wissen: Zu diesem Zeitpunkt standen im Laden ca. 2500 Gitarren abspielbereit um mich herum . . . aber diese Axt war anders! Seitdem, und das nun seit knapp 20 Jahren, ist dieses Instrument meine ständige Begleiterin. Mehr zu Ihr erfahrt Ihr in den Fragen unten . . .

#1 – Wann hast Du mit dem Gitarrenspielen begonnen und erinnerst Du Dich an Dein erstes Instrument?

Ich habe mit ca. 13 Jahren begonnen und musste zunächst klassische Gitarre lernen. Spanische Volkslieder und so´n Zeug . . . Gut ein Jahr später bekam ich dann meine erste E-Gitarre. Eine „Marathon“ Super-Strat mit SSH Pickup-Bestückung und einem Fake-Floyd. Dieses Instrument habe ich so oft auseinandergenommen und wieder zusammengesetzt, dass ich schon früh viel über Gitarren-Reparatur gelernt habe.

#2 – Was hat Dich dazu gebracht Gitarre zu spielen?

Die Plattensammlung bei uns zuhause reichte von Pink Floyd über Uriah Heep bis zu den Stones und das hat mich schon sehr früh dazu gebracht, farbige Glühbirnen in meine Deckenlampe zu schrauben und mit dem Tennisschläger auf dem Bett zu z.B. Kiss Dynasty Album zu posen.

#3 – Was sind Deine Einflüsse und welche Gitarristen sind Deine Favoriten?

Meine Einflüsse sind definitiv die „Steves“ der 80’er Jahre – Steve Lukather, Steve Vai, Steve Stevens, Stevie Ray Vaughan und natürlich Steve Malmsteen 😉 Mein Favoriten sind: Richie Kotzen: Weil er es geschafft hat komplett ohne Plektrum zu spielen. Yngwie: Weil er mich Gitarre hat verstehen lassen und man Ihn am meisten bei mir raus hört. Nuno Bettencourt: Weil er sich als Rock-Gitarrist mit #1-Hit auf die Herausforderung als Tour-Gitarrist bei Rihanna eingelassen hat und auch mal die „zweite Geige“ spielt.

#4 – Wie viele Gitarren hast Du und welches ist Dein Lieblingsmodell?

Neben meiner Nik Huber Dolphin Bolt on in „Mercedes Silver“ (!) habe ich noch eine Les Paul Custom und eine Stratocaster. Diese beiden Gitarren kommen nur für Video Jobs zum Einsatz, wenn das Produkt es erfordert. In der Tat stehen diese Gitarre auch nur im Schrank und hängen nicht an der Wand des Studios. Akustisch spiele ich auf einer Gibson J-45, welche ich mit einem alten AKG D-125 Mikrofon abnehme. Sonst bin ich 99,9999999% nur mit der Huber zu hören. Die Gitarre ist – wie er Name schon sagt – ein Modell mit einem geschraubten Hals. Der Übergang zum Korpus ist also nicht verleimt. Der Body besteht aus Erle und der Hals aus Ahorn, mit einem Palisander-Griffbrett. Am Hals sitzt ein Häussel P-90 und am Steg ein Häussel Humbucker-Pickup. Das Tremolo ist ein Vintage-Style, wie man es z.B. auch aus alten Strats kennt. Der Humbucker ist splitbar, so dass man in der Mittelstellung des 3-Wege Schalters einen Tele-Sound erzeugen kann, weil man zwei Single-Coils parallel geschaltet hat. Auch nach 20 Jahren erstaunt mich die Vielseitigkeit dieser Gitarre und ich konnte Sie sogar bei einem Konzert live erleben, weil das Equipment eines Kollegen nicht rechtzeitig mit dem Flieger ankam. Wär es nicht meine Gitarre gewesen – ich hätte Sie mir sofort gekauft, so geil klang die!!!

#5 – Was macht den perfekten Amp aus?

Dynamik! Er soll seinem Namen alle Ehre machen: Verstärker! Was meine Finger und Saiten produzieren, soll hörbar gemacht werden. D.h. wenn ich weniger spiele, soll der Amp auch leiser sein. Ich bin ein grosser Freund von einkanaligen Amps, spiele derzeit aber den Hughes & Kettner Tubemeister 20 Deluxe – eine Low-Watt Variante des Marshall 800 mit 2 Kanälen. Hier spiele ich den Verzerrten Kanal mit dem Gain auf 12 Uhr und regele alles weitere mit dem Volume-Poti meiner Gitarre. Die besten Clean Sounds sind eh runtergedrehte verzerrte Sounds!

#6 – Welche musikalische Ausbildung hast Du?

Ich habe 5 Jahre lang die örtliche Musikschule besucht und dort gab es regelmässige Schul-Konzerte in denen die Schüler Ihre selbstgeschrieben Stücke oder Covers mit frei zusammengestellten Bands zum Besten geben durften. Das war eine sehr gute Übung und zudem hatte ich einen Gitarrenlehrer, der mich in meiner „schneller, höher, weiter“ Mentalität gefördert hat. Mit dem Beginn meines E-Gitarren-Unterrichts habe ich auch begonnen in einer Top-40 Band zu spielen und mit Gigs Geld zu verdienen. Nebenbei hab’ ich mit meiner eigenen Band Songs geschrieben und aufgenommen und bin mit 18 in die Band „Steel Dawn“ eingestiegen, welche bereits eine CD und einen Plattenvertrag hatte. Die Produzenten der Band, Dirk Ullrich, Marc Bugnard und Michael Bormann – allesamt selbst geile Gitarristen – haben mich in den folgenden Jahren das fürchten gelehrt . . . „denk’ nie, Du bist geil genug!“ Jeder kann noch was lernen und im Studio gab es damals noch kein Pro-Tools und Auto-Tune . .

#7 – Was ist das letzte, dass Du auf der Gitarre gelernt hast?

Den Akkord zur 7. Stufe in E-Dur . . . D#m(b6) – Viel Spass beim nachspielen!

 

 

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