Guitar Special Vol.122 mit Malte Triebsch (Hot`n`Nasty)

Bildnachweis: Peter Schepers

In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Malte Triebsch (Hot`n`Nasty)

Mein Name ist Malte Triebsch. Ich bin Gründungsmitglied der Blues-rock-Band Hot‘n‘Nasty, die Bereits Anfang der Neunziger Jahre in Dortmund gegründet wurde. Am 03.09.21 kommt unser neues Album ‚Burn‘ auf den Markt, dass wir dann im Rahmen einer kleinen Tour präsentieren werden. Ich spiele mittlerweile seit fast vierzig Jahren Gitarre und habe die unterschiedlichsten musikalischen Stationen hinter mir. Musikalischer Schwerpunkt lag aber immer bei meiner Band Hot‘n‘Nasty. Mitte der neunziger Jahre habe ich intensiv nach einer guten Fender Stratocaster Ausschau gehalten. Die Suche blieb aber zunächst ohne Erfolg. 1998 fand ich dann in einem Musikhaus mein Lieblingsinstrument, eine Fender Strat von 1963, seiner Zeit finanziell noch erschwinglich. Diese Gitarre spiele ich bis heute. Ich habe mittlerweile viele Strats in den Händen gehalten, aber meine `63er blieb immer mein Favorit. Sie ist auf allen Studioproduktionen von Hot‘n‘Nasty zu hören. Die Gitarre hat einen tollen warmen und offenen Ton, den man (leider) auch bei vielen Vintage-Strats nicht findet. Das sie mittlerweile sehr teuer geworden ist und ich sie bei den Konzerten nicht immer im Blick haben kann, nutze ich live meist nur noch meine `74er Strat, die ebenfalls sehr gut klingt.

Da ich mich seit einigen Jahren auch mit Gibson-Instrumenten befasse und nach guten Instrumenten Ausschau hielt, musste bald eine Les Paul her. Wie ist der Zufall aber so will, lief mir stattdessen eine wunderschöne Gibson SG Standard von 1965 über den Weg, die mich sofort ansprach. Eine großartige Gitarre, die genau den richtigen Ton für die Rock orientierten Songs, die wir spielen, liefert. Ein richtig schönes, fettes ‚Rockbrett‘.
Da ich sehr viel Slide spiele, besitze ich für diese Art des Spielens die unterschiedlichsten Gitarren (Airline 3 P von 1965, Italia Maranello und Danelectros). Mein absoluter Liebling bleibt aber meine Supro-Dualtone, ebenfalls von 1965. Die hat einen unglaublichen fetten Ton und ist (besonders mit dicken Saiten) unschlagbar. Ich hatte sehr viel Glück hier in Deutschland so ein tolles und seltenes Instrument zu finden.
Genauso wichtig wie meine Gitarren sind mir mittlerweile meine Amps geworden. Für die Gibson und Supro Sounds spiele ich einen alten Marshall Super Lead von 1972 mit einer alten Marshall Box (mit Celestion Greenback Speakern) oder einen alten Vox AC 30 von 1970. Im letzten Jahr habe ich endlich meinen Traumamp für die Strat gefunden. Ein alter Fender Vibrolux Reverb von 1965. Der klingt unfassbar warm, transparent und ist sehr durchsetzungsfähig.


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....

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