Bildnachweis: Jørn Kiel
In dieser Artikel Serie geht es um das Handwerkzeugs beliebter Gitarristen. Welches sind ihre Lieblingsgitarren und wie ist ihr Bezug dazu. Diesmal mit Jens Filser
Jens Filser ist mein Name. Ich bin Gitarrist im Bereich Blues, Jazz, Rock und seit über 30 Jahren professionell aktiv. Während dieser Zeit durfte ich die Bühnen mit einer Vielzahl talentierter und oft namhafter Kollegen teilen. Zudem unterrichte ich gerne, schreibe und gebe Workshops zum Blues und E-Gitarre aber auch Songbegleitung auf der Steelstring Akustikgitarre.

Meine Instrumentenwahl ist natürlich geprägt von meinen musikalischen Vorlieben. Zudem hat es mich immer gereizt, aus relativ einfachen, klassischen E-Gitarrenmodellen ein Maximum an Klängen und Musik herauszuholen. So habe ich rückblickend den größten Teil meiner musikalischen Laufbahn mit Telecaster Modellen verbracht. Einige schöne Stücke haben im Laufe der Zeit den Weg in meinen Bestand gefunden. Zurzeit allerdings ist meine No.1 Tele eine Fender aus dem Jahr 1969. Diese Gitarre wurde viel gespielt, mehrere Refrets müssen stattgefunden haben. Da” Vintage” nicht immer gleichbedeutend ist mit “sehr gut“, habe ich kurzerhand die Potis und Pickups ausgetauscht. Seitdem ist diese Gitarre ein hervorragender Player mit perfekter Ansprache und jeder Menge Top-Sounds. Allein mit diesem Instrument könnte ich die meisten Jobs mehr als zufriedenstellend erledigen.

Fasziniert haben mich auch immer die Sounds der einschlägigen Gibson-Player. Lange habe ich nach einem dickeren, fokussierten ,vokalen Sound gesucht und dabei etliche Les Paul Modelle ausprobiert. Leider war nie ein dauerhafter Treffer darunter. Bei aller Ästhetik scheint mir das Modell persönlich letztendlich zu unbequem. Vor einigen Jahren fand ich bei Real Guitars in Leverkusen eine interessante Gibson 335, zufällig auch von 1969 . Diese Gitarre ist converted. Ursprünglich war es ein 12-String Modell. Die Kopfplatte wurde angepasst und eine Stoptail-Bridge installiert. Auch diese Gitarre ist ein perfekter Player.Die T-Top Pickups haben genug Höhen und Transparenz; etwas nicht Selbstverständliches in der Humbucker-Welt. Zusammen mit dem alten Holz und der Halbresonanzkonstruktion ist das Ergebnis ein reaktionsfreudiges Instrument, das ausdrucksstarkem Spiel keine Grenzen setzt. Zudem liegt mir persönlich die Form und Dimensionierung der ES Gitarren. ES-Gitarren sind ein spannendes Thema, die klanglichlichen Unterschiede sind oft enorm, sodass diese spezielle ES nicht meine Letzte blieb…….Seit langer Zeit spiele ich übrigens nahezu ausschließlich verschiedene Amps der Firma REALTONE.














