Overdrive und Distortion Pedale gibt es ja wie Sand am Meer und es ist schwer in diesem Bereich noch innovatives oder herausragendes zu erschaffen. Die italienische Edel Pedal Schmiede Volta Customs Pedals hat sich dieser Herausforderung angenommen. Der Soundtüftler Salvatore Di Pietro von Volta Custom ist bekannt für Effektgeräte der Highend Liga. Spezialgebiet von Volta sind ausgefuchste Overdrive/ Distortion Pedale, die alle in Handarbeit entstehen. Jedes Pedal wird vom Meister selbst nach Bestellung für den Kunden gefertigt, das kann schonmal bis zu 6 Wochen dauern. Dafür bekommt man dann auch absoluten Highend-Stuff. Das zum Test vorliegende Volta 1987 PRO Pedal ist mehr als nur ein Overdrive Pedal, denn es kann 12 Presets speichern und abrufen, damit erhält man eine flexible Vorstufe um jede Menge verschiedene Sounds und Gainstufen abzurufen. Die Grundlage des 1987 Pro ist der allseits beliebte Sound von Marshall Plexi Verstärkern, wie ihn Eddie Van Halen berühmt und zugleich unsterblich gemacht hatte. Der heilige Gral sozusagen. Ziel war es viele verschiedene Sounds aus einem Pedal herauszuholen. Das kompakte Pedal (Abmessungen: Breite 12 cm (4,72 Zoll). Höhe 9,5 cm (3,74 Zoll). Tiefe 5,3 cm (2,1 Zoll) ist wirklich wie ein Rackgerät der 80er/ 90er. Eine moderne Interpretation eines Klassikers Amps. Für maximalen Sound und Headroom ist es zudem komplett analog im Signalweg. Es verfügt außerdem über einen Expression-Pedal-Eingang, um alle seine Regler und Schalter gleichzeitig in Echtzeit einzustellen, verändern und nahtlos zwischen seinen Kanälen zu morphen. Zum Test habe ich das Pedal an verschiedene Amps angeschlossen. Zum Einsatz kamen ein Laney Ironheart, ein EVH 5150, ein ENGL Victor Smolski und ein Hughes & Kettner Statesman. Es wurde nur der Clean Kanal der Amps genutzt. Wenn man einen zusätzlichen Gain Booster zum Einsatz vor einem bereits verzerrten Amp sucht, gibt es besseres als den 1987 Pro. Dort macht er keine so gute Figur, es matscht dann doch sehr. Ein neutral eingestellter schöner Röhren Clean Ton war also der Ausgangspunkt für diesen Test. Angefangen mit allen Reglern in Mittelstellung und die beiden Schalter „Tight“ und „Presence“ in Mittelstellung. Schon dieser erste Sound ist wahrlich umwerfend und hat alle getesteten Amps sofort in einen Plexi erster Güte verwandelt. Die Picking-Dynamik und das Ansprechen auf das Volumen Poti der Gitarre sind haargenau wie beim Orginal Amp und ein fast cleaner Sound kann bis zu sattem Crunch gesteuert werden. Mit Hilfe der Regler bekommt man wirklich jeden Sound hin, von Hendrix bis Metallica/ Slayer Sounds ist hier alles drin und das in sagenhafter Qualität. Kaum zu glauben das der 1987 Pro ohne Röhren auskommt. Der Clou ist allerdings die Eleven-Taste mit der man noch eine satte Schüppe mehr Gain drauflegen kann. Das Tolle ist natürlich das man jeden Sound, den man für sich beim einstellen und experimentieren gefunden hat, sofort speichern kann und jederzeit abrufen. In dieser Funktion ist das 1987 Pro ohne jede mir bekannte Konkurrenz. Alleine mit dem Mitten Regler ist vieles machbar, vom Scooped Metallica Sound bis zu beißenden Bluesrock. Es ist kaum möglich einen schlechten Sound mit dem Pedal zu erzeugen, alles ist wunderbar abgestimmt. Der Dynamik Bereich, die Definition des Klanges und der allgemeine Sound sind einfach umwerfend. Und auch das bei vielen Pedalen problemvolle Rauschen ist zum Glück kaum vorhanden. Mit diesem Pedal kann man aus jedem Verstärker einen Plexi machen und das für ein handgemachtes Pedal mit 300 Euro zudem noch preislich richtig attraktiv. Unbedingt selber checken unter https://www.voltacustom.com/gb/
Hier noch einige Videos von begeisterten Usern.













