Die Guitar Pedal Firma Tone City hat ihren Sitz in China. Tone City hat sich zum Ziel gesetzt Boutique-Sounds Pedale zu einem erschwinglichen Preis zu entwickeln, und das ohne ohne Kompromisse bei Klang oder Verarbeitungsqualität. Wenn man sich die Preise vieler sogenannter Boutique Pedal Hersteller anschaut, welche sich oft jenseits von Gut und Böse, lässt dieser Ansatz aufhorchen. Die Produktpalette von Tone King umfasst weit über 30 Overdrive/ Distortion/ Boost/ Modulations und Delay Pedale, sowie Power Supplys und weiteres. Da ist für jeden Anwendungszweck und für jede Soundvorstellung etwas dabei. Checkt das mal unter https://www.tonecityaudio.com/. Alle Pedale bestechen durch robuste Metallgehäuse gepaart mit benutzerfreundlicher Bedienung. Die Pedale sind kompakt gehalten und eignen sich hervorragend für pedalboardbasierte Setups in Verbindung mit einem hochwertigen Amp. Zum Test lagen uns Dank W-Music Distribution drei Pedale, nämlich das „Golden Plexi – Distortion“, das „Double Durple – Overdrive/ Boost“ und das „Heavenly Lake – Delay & Reverb“ Pedal vor. Den Anfang machte das „Golden Plexi“, welches wie der Name schon sagt, den heiligen Gral des verzerrten Gitarrensounds“ (ein vollaufgerissener Marshall Plexi Amp) in ein Mini Pedal daherbringen soll.

An meinem clean eingestellten Hughes & Kettner Statesman Amp macht es direkt mit der Reglereinstellung alles auf 12 Uhr eine super Figur. Der Sound eines Marshall Plexis ist sofort da, Erinnerungen an den berühmten „Brown Sound“ eines Eddie van Halen`s kommen direkt auf. Der Sound hat richtig Biss, die Saitentrennung ist perfekt, es reagiert sensibel auf den Volume-Regler der Gitarre. Damit eignet es sich perfekt für dynamisch spielende Gitarristen, die gern zwischen transparentem Rhythmussound und singendem Lead-Ton wechseln, und das nur mit dem Volumenregler der Gitarrre. Der Mod Schalter erhöht bei Bedarf noch etwas den Gain Anteil, von Crunch bis totaler High-Gain-Sounds ist alles drin. Das Golden Plexi ist sehr rauscharm und wirklich transparent, hier matscht nichts. Der True Bypass Schalter reagiert ohne Knack Geräusche. Für den Kampfpreis von 65 Euro erhält man ein grandioses Overdrive/ Distortion Pedal welches in seiner Güte viele doppelt und dreifach so teure Konkurrenzpedale locker in die Tasche steckt. Unbedingt testen, das Teil hat das Zeug zum Klassiker.

Als nächstes stand ein Doppelpedal auf der Testliste, Tone City Double Durple ist ein Low Overdrive kombiniert mit einem Booster Pedal. Es handelt sich um ein Signature Pedal des Gitarristen Peter Honoré, aka ‚Danish Pete‘, bekannt durch seine You Tube Videos. Das Double Durple basiert auf Honorés ursprünglichem Signature-Pedal, dem Durple-Overdrive, und wurde um den Schaltkreis des Tone City Blues Man (welches zu den meistverkauften Tone City Pedalen zu zählen ist) erweitert. Das Double-Durple entfacht seine Magie durch die Kombination zweier eher low bis mid Gain Overdrive Pedalen, die sich gegenseitig pushen. Die beiden Seiten des Pedals haben dabei unterschiedliche Klangeigenschaften, „Durple“ ist stärker zerrend und singender ohne den Charakter der Gitarre allzu sehr zu beeinflussen. Der „Double“ glänzt eher im lowgain Bereich und reagiert gut auf Spieldynamik, er erinnert stark an den Boss Blues Driver. Jedes der beiden Pedale klingt für sich allein wirklich transparent und rund, perfekt um einen Röhrenamp zu pushen und in eine singende Sättigung zu treiben. Richtig gut wird es allerdings in der Kombination beider Pedale, hier werden richtig fette Solo Sounds erzeugbar. Allerdings kein High Gain, tighte Boost-Sounds für fettes Riffing sind nicht das Metier dieses Pedals. Mir ist auch der Bass Bereich zu stark ausgeprägt, eine low cut Regelung hätte das Double Dourple vielseitiger gemacht. Dieses Pedal ist sehr speziell und schon sehr auf Peter Honoré, aka ‚Danish Pete‘ zugeschnitten. Es erzeugt wirklich gute Sounds im Fels von Clean Boost bis Medium Overdrive. Für Metal oder Hardrock gibt es allerdings besseres, aber mit ähnlich agierenden Pedalen kann es locker mithalten und mit 109 Euro ist es zudem noch ein Schnäppchen.

Als drittes Pedal gibt es mit dem Heavenly Lake Delay/ Reverb etwas für Freunde von sphärischen Klängen, es kombiniert eine Reverb Sektion mit einer Delay Sektion, welche bis zu 1200 ms Delayzeit bietet. Solche aufwendigen Pedalen in dieser art kosten bei anderen Herstellern meist locker an die 300 Euro. Wie Tone City sowas für 111 Euro anbieten kann ist schonmal bemerkenswert. Die Delay Seite des Pedals erzeugt einen analogen Sound in Anlehnung an Tape Delay Schaltkreise, die Wiederholungen haben einen leichten „Schmutz“ Faktor, es ist kein digitales ultrasauberes Signal. Grade das macht den Reiz und gibt dem Delay Wärme, zudem kann man dem Delay noch Modulation beimischen.Der Reverb geht den klassischen Weg einer digitalen Simulation eines Federhalls, allerdings mit wesentlich mehr Flexibilität, die auch psychedelische Sounds der Sorte frühe Pink Floyd ermöglicht. In Kombination der beiden Pedalseiten sind wirklich total abgefahrene Soundlandschaften möglich. Das Pedal lädt zum experimentieren ein und schnell kann es zu tollen Klängen inspirieren. Wer auf die ersten U2 Alben oder wie schon gesagt Pink Floyd artiges steht, der bekommt mit dem Heavenly Lake Delay/ Reverb ein ein besonderes Tool, mit welchem man seinem Sound viel Wärme, Gefühl und wirkliche Atmosphäre geben kann. Der Preis ist zudem eine Sensation für das Gebotene. Unbedingt checken.

https://www.tonecityaudio.com

W-Music Distribution

https://www.thomann.de/de/tone_city_golden_plexi_v3_distortion.htm

 

 

 

 

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