Das zum Test vorliegende Distortion Pedal der US-amerikanischen Company Thorn Soundlabs mit dem schönen Namen „Magma Flex Metal Distortion“ fällt beim ersten Betrachten schonmal durch die Vielzahl der Regelmöglichkeiten auf (9 Potis und 2 Schalter). Das verspricht schonmal enorme Vielfalt in der Klangformung und macht neugierig. Ein clean eingestellter Röhrenverstärker bietet die beste Plattform um die Möglichkeiten dieses Pedals perfekt auszureizen. Ich habe für diesen Test einen Laney Ironheart Combo benutzt dessen Clean Kanal sich besonders gut mit vorgeschalteten Pedalen verträgt. Erstmal alle Regler in Mittelstellung funktioniert beim Magma Flex allerdings nicht besonders, dafür ist es zu aufwändig konstruiert. Allerdings hat man mit etwas Probieren schnell einen ansprechenden High Gain Sound gefunden. Der Name Flex Metal wurde zu Recht gewählt. Man bekommt wirklich jeden High Gain Metal Sound von 80er Hair Metal bis zum brutalsten Death Metal erzeugt und das liegt hauptsächlich an den drei Einstellungsmöglichkeiten Damping, Headroom und Mid Freq. Mit dem eingebauten Noise Gate bekommt man die für Distortion Pedalen üblichen Störgeräusche perfekt in den Griff. Das Gate arbeitet schnell und sauber, abgestoppte Riffs knallen perfekt und schieben, wie es sich gehört. Das besondere sind wie gesagt neben dem Mid Freq, mit dem man den Charakter des Zerr Sounds vorgibt die beiden Regler Damping und Headroom. Diese sind so was wie die Thorn Soundlabs Markenzeichen, da sie sich an jedem ihrer Verzerrer befinden. Damping ist ein High-Pass-Filter, mit dem sich tiefe Frequenzen aus dem verzerrten Signal entfernen lassen. Dies verhindert, dass der Zerr-Sound verwaschen oder matschig klingt. Headroom bestimmt über den verfügbaren cleanen Headroom bis die Verzerrung einsetzt. Dies ist vor allem mit einem Röhrenamp interessant, den man am an der Schwelle zur Sättigung eingestellt hat. So kann man perfekt den Sound mit der Anschlags Dynamik des eigenen Spiels beeinflussen. Eine weitere Besonderheit ist zudem die Möglichkeit Netzteile von 9 bis 18 Volt zu nutzen, Bei 18 Volt hat man aufgrund der höheren Spannungsreserven zusätzlichem Headroom und erweiterte Dynamik. Alle Regler des Flex Metal sind total feinfühlig und es sind krasse Soundverbiegungen möglich. Wenn man sich viel Zeit nimmt und sich wirklich auf dieses Gain Monster einlässt, wird man mit dem vielseitigsten und meiner Meinung nach besten High Gain Distortion Pedal derzeit belohnt. Mit 219 Euro ist es zudem auch noch relativ preiswert, wenn man bedenkt, was dem geneigten Metaller hier so alles geboten wird. Absoluter Geheimtipp und volle Empfehlung.

https://www.thorn-soundlabs.com/
https://shop.warwick.de/effektpedale/overdrive-distortion-fuzz/thorn-magma-flex-metal-distortion
Fakten:
Distortion mit Noise Gate
perfekt für die Kombination mit Pedalen oder mit jedem (Röhren-)Verstärker
Damping-Regler bestimmt, wie viel tieffrequenter Sound die Verzerrerstufe erreicht
komplett analog
Hardwire True Bypass
Regler: Gain, Damping, Headroom, Volume, Bass, Mid Freq, Mid, Treble, Gate
Schalter: Noise Gate On/Off
Fußschalter: Effekt Bypass
Status-LED: Effekt An/Aus
Ein- und Ausgang: 6,3 mm TS Monoklinke
Eingangsimpedanz: 470 kOhm
Ausgangsimpedanz: 2,2 kOhm
Stromaufnahme: 24 mA
Stromversorgung via 9 – 18 V DC Netzadapter (2,1 x 5,5 mm Hohlstecker, Minuspol innen – nicht im Lieferumfang enthalten)
Abmessungen (B x T x H): 94 x 123,5 x 53 mm
Gewicht: 410 g
Batteriebetrieb wird nicht unterstützt













