Die Geschichte beginnt an einem Kickerabend im JANUAR 1981 in Essen“s Szene-Treff SIGGIS KALEI.
> „Metal“-Harry Elbracht und 3 seiner Kumpels (Guggi Schirrmacher, Sydney Keller und Manni Salhöfer) sind seit Jahren Hardrock- und Heavymetal-Freaks. Aufgewachsen mit ihren Helden von u.a. Judas Priest, Ted Nugent, damals noch unbekannten Insider-Bands aus USA (z.B. Riot, Molly Hatchet, Y&T) oder England (Motörhead, Saxon, Iron Maiden) wollen sie der Welt zeigen, das auch in Germany coole Mucke machbar ist.
> In einem fensterlosen Raum in einem alten Bunker in Altenessen (mit Nachbarn wie Kreator, Sodom oder Living Death), werden die Wände mit Matratzen vom Sperrmüll schallisoliert, Geld für gebrauchtes Equipment (hässlich aber laut) zusammengekratzt, ein Kühlschrank mit Bier voll gepackt, Stecker rein und WROOOOM… MAD BUTCHER war geboren.
> Die Jungs lernen Songs von den Veröffentlichungen obskurer Bands der NWOBHM nachzuspielen (Jaguar, Quartz, Bitches Sin, Holocaust, Weapon, Paralex , Handsome Beast usw.) und hoffen darauf, dass bei den ersten Gigs in Schul-Aulen, Jugendzentren und Freizeitheimen niemand die Originale erkennt…als Zugaben zimmern MAD BUTCHER brutale Versionen von Motörheads „Overkill“ und Priests „Breaking the law“ unter’s dankbare Bangervolk..
> Destruction (german thrash pioneers aus Weil a.R., die 1987 eine EP Namens Mad Butcher veröffentlicht und auch beim Coverdesign deutlich abgekupfert haben)traf die Band zum ersten Mal1983 beim gemeinsamen Konzert mit Sodom und Kreator in Essen, der Name Mad Butcher schien ihnen gefallen zu haben…
> Im Laufe der nächsten Jahre drehte sich das Besetzungskarussell (bekannte Namen wie Michael Rindfuß, Mario Liese, Bimbo Mikuscheit oder Volker Jäckel gaben sich die Ehre), es wurde alles professioneller, eigene Songs entstanden, man spielte sich den Arsch ab im Revier, eigener Bandbus , eigene PA, 24-Kanal-Mischpult, oh yeah…
> 1984 die erste LP: Metal Lightning Attack, veröffentlicht auf dem legendären Earthshaker Label
> Gigs mit Steeler, Warlock, Helloween, Faithful Breath, Sinner, Grave Digger, Trance, Cutty Sark… Aardshock Festival , Dynamo, Scream Festival mit Live Übertragung im WDR-Radio… it gets growing….
> 1985 die 2.LP: Metal Meat auf dem Abzocker-Label Metal Enterprise vom Guru aus Usingen: Ingo Nowottny
> 1986 der Sprung nach USA, Kontakte mit Slayer, Exodus, Heathen, Laaz Rockit, Brocas Helm.
> Unser dreamboy Metalharry wird zum Bandschlächter beim Metal Hammer.
>
> Da er und seine Bande sich nicht um irgendwelche Hypes und Trends kümmern, sich bei niemanden anscheißen, mit Shorts , kurzen Haaren und Brille die Bühnen entern (1986!!!!), das Publikum ironisch verarscht – wird MAD BUTCHER zum Auslaufmodell. Von ihren Veröffentlichungen sehen sie keine müde Mark- so ist das Business.
> Die ach so harte Metal Szene duldet nur noch finstere, nietenbehangene Spandexbacken, die völlig zugeknallt nach der Hölle rufen. Thrash-, Black- und Death-Metal, Gothic, Doom und Grunge gehen den Jungs völlig am Arsch vorbei . Cooler Biker- und Boogie-Rock, mit Drive und Groove gespielt ist ihr Ding . Damit ist man natürlich in der Szene voll neben der Spur in den Neunzigern. Aber ein echter Rocker hält durch…
Harry Elbracht – Bass & Vocals
Rolli Borchert – Guitar
Sidney Keller – Guitar
Reiner Gollan – Drums
THE RESTART 2020
MAD BUTCHER – dabei denken die meisten Metal-Fans natürlich automatisch an die legendäre EP der Band DESTRUCTION aus dem Jahr 1987. Dabei stammte aus Essen eine Band, die sich schon 1981 gegründet hatte und auf den Namen MAD BUTCHER hörte. Das Quartett Harry Elbracht (Gesang & Bass), Sydney Keller und Rolli Borchert (beide Gitarre) sowie Rainer Gollan (Schlagzeug) brach leider schon 1988 auseinander, es hatte aber in dieser Zeit nicht nur die beiden Alben “Metal Lightning Attack“ (1985) und “Metal Meat“ (1987) herausgebracht, sondern auch schon eine raue Version für ihr drittes Werk mit dem Namen “For Adults Only“ fertiggestellt, das damals nicht mehr veröffentlicht wurde (und nur über mysteriöse Kanäle überhaupt das Licht der Öffentlichkeit erblickte). Nun liegt es aber dank Stormspell Records vor und im Zuge dieser Neu-Auflage haben wir nicht nur diese CD erhalten, sondern im Paket auch noch das zweite Album “Metal Meat“ sowie die Demo-CD “Eat The Rat“ aus dem Jahr 1983.

Natürlich fangen wir unsere kleine kombinierte History und Rezension mit den ersten musikalischen „Gehversuchen“ an. Dafür müssen wir 40 Jahre in die Vergangenheit reisen (zumindest mal im Kopf) und uns eine ganz andere Zeit vergegenwärtigen, nämlich eine, in der Recording-Equipment nur in Studios stand (außer wenn man 4-Track oder 8-Track als echtes vollwertiges Aufnahme-Equipment betrachtet) und es selbst schwer genug war, einen passenden Proberaum zu finden, geschweige denn regelmäßige Konzerte zu geben. Die deutsche Metal-Szene war gerade noch im Entstehen begriffen, als vier junge Männer in Essen ihre erste Band gründeten. Anders als die etwas später in der Region gegründeten KREATOR, DESTRUCTION oder SODOM aber orientierten sich MAD BUTCHER eher an traditionellem Metal der New Wave of British Heavy Metal, US-Metal oder aber Speed Metal.

Diese Ausrichtung machte sich schon in den frühen Songs der Band – und damit natürlich auch auf “Eat The Rat“ bemerkbar. Aufgenommen zum einen im Proberaum und bei einer lokalen Show in Essen darf man natürlich hier klanglich keine Wunderdinge erwarten (wie gesagt richtig gutes Aufnahme-Equipment gab es damals nur in einem sündhaft teuren Studio). Aber die 14 Songs verschaffen dem Hörer einen echt guten ersten Eindruck von der Band. Der Opener Right Or Wrong zeigt zwar noch eher in eine MOTÖRHEAD-beeinflusste Richtung, beweist aber von vorneherein, dass die Band schon damals wusste, wie man einen ordentlichen Song komponiert. Die Nummer geht nämlich ordentlich ab und macht ordentlich Spaß. Anschließend wird diese Richtung aber nicht wirklich weiter verfolgt, denn Livin‘ In Sin ist eher eine hart gespielte Hard Rock-Nummer, die ihren Höhepunkt in dem feinen Gitarren-Solo hat, ansonsten aber nicht wirklich überzeugen kann. Aber ab Die Or Deliver bekommt man dann einen besseren Eindruck davon, was die Band damals auszeichnete: sehr kraftvoller Metal, der auch schon mal – wie etwa in Thunder And Lightning – mit feinen Twin-Lead-Gitarren-Passagen à la IRON MAIDEN oder JUDAS PRIEST aufwartet. Und bei einem Kracher Burn It Down dürfte wohl damals schon kein Kopf ungeschüttelt geblieben sein.

Was für eine starke Live-Band MAD BUTCHER damals waren beweisen die fünf Live-Songs, die auf der CD enthalten sind. Front Stage LoverDrivin‘, Drivin‘  oder Bloody Ambition präsentieren genau diese Mischung aus straightem Metal und etwas Speed, für die die verrückten Metzger damals im Ruhrgebiet bekannt oder berühmt-berüchtigt waren. Und wenn man bedenkt, wie alt das Material schon ist und welche Aufnahmeumstände wohl damals herrschten, dann ist das hier schon eine beeindruckende – und man möchte fast sagen historische – Aufnahme, die die “Eat The Rat“-CD prima abrundet und die frühe Phase der Band-Karriere abbildet.

METAL MEAT

die 1987 erschien. Das neu aufgelegte Album besteht nun aus den zehn Stücken des Originals plus zwei Bonus-Songs und drei weiteren Live-Tracks, die auf dem SCREAM Live Festival 1986 in Gelsenkirchen aufgenommen wurden.

Eines der Lieder ist uns schon von “Eat The Rat“ bekannt, nämlich Drivin‘ Drivin‘ (da allerdings noch als Live-Aufnahme enthalten). Und die Nummer gewinnt natürlich durch die Neu-Aufnahme und den professionellen Studio-Sound noch einmal gehörig an Wirkung. In gewisser Weise erinnert mich der Song von seinem Vibe her an die Hamburger Formation RUNNING WILD, die ja damals zeitgleich wie MAD BUTCHER zu der First Wave of German Heavy Metal gehörten. Bei Loser hingegen würde ich eher Parallelen zu frühen HELLOWEEN in den “Walls Of Jericho“-Zeiten sehen. Aber insgesamt sind MAD BUTCHER stilistisch etwas breiter aufgestellt als es die anderen beiden Bands damals waren und bieten einen gelungenen Querschnitt durch die damalige Szene.

Aus meiner Sicht stechen dabei Nummern wie Freewind oder Hypnotized aber auch Silhouette In Red und das abschließende Children Of Tomorrow heraus. Sie transportieren den prototypischen Spirit des ursprünglichen Heavy Metal. Die Produktion der Scheibe unterstreicht diese Attitüde zusätzlich noch, denn es wurden hier nicht alle technischen Möglichkeiten der damaligen Zeit ausgenutzt und so klingt “Metal Meat“ eher so als wäre die Scheibe Anfang der 80er Jahre produziert worden: roh aber druckvoll, eher so wie die Band live klingt und nicht zu sehr poliert. Eben einfach nur zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang. Wieso es aber so bockstarke Songs wie Right Or Wrong und Speed Of Light nicht auch damals auf das Album geschafft haben, kann ich aus heutiger Sicht überhaupt nicht verstehen. Dafür hätte ich wohl eher auf eine Nummer wie Loser verzichtet. Aber über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, insofern können wir froh sein, dass sie nun endlich mit auf der CD drauf sind.

Wäre das Album (am besten mit den beiden Bonus-Songs) ein paar Jahre früher erschienen, dann hätte “Metal Meat“ wohl einen sehr nachhaltigen Einfluss nicht nur auf die deutsche Metal-Szene gehabt, sondern weltweit für Aufsehen gesorgt. Aber 1987 war eben das Jahr von WHITESNAKE und deren “1987“.  Zudem fand eine weitere Diversifizierung in stärker polarisierende Sub-Genres wie Hair Metal (MÖTLEY CRÜE brachten ihr “Girls, Girls, Girls“-Album raus, WHITE LION “Pride“), Pop Metal (wie bei DEF LEPPARD und “Hysteria“) oder Death Metal (DEATH veröffentlichten in dem Jahr “Scream Bloody Gore“) statt, so dass eine Band wie MAD BUTCHER mit ihrer Mischung aus klassischem Metal und Speed-Einflüssen naturgemäß etwas zwischen den Stühlen landete.

FOR ADULTS ONLY

“For Adults Only“ kein fertig produziertes Studiowerk, sondern im Prinzip ein Demo, mit dem sich die Band um einen neuen Platten-Deal bemühen wollte. Bevor es jedoch dazu kam, verließ Gitarrist Sydney Keller die Band und beendete damit die Geschichte von MAD BUTCHER.

Aber glücklicherweise ist ja zumindest diese raue Version dessen erhalten geblieben. Zehn knallende Banger, die sicherlich mit das beste Material darstellen, was die Band in ihrer kurzen Karriere erschaffen hat. Der Opener On The Stage Tonite war zwar schon als Live-Version (und -Kracher) seit 1983 bekannt, aber bislang eben noch nicht offiziell auf Platte erschienen. Hier wäre die Band also ziemlich spektakulär in die Scheibe gestartet – und hätte einfach genauso weitergemacht. Denn auch Edge Of The World und Run For Your Life sind echte Speed Metal-Knaller, die man nur zu gerne mal in einer richtigen Studio-Qualität zu hören bekommen würde. Aber besser so als diese Kleinode des deutschen Metal gar nicht zu hören zu bekommen.

Denn ganz ohne Zweifel wäre “For Adults Only“ das beste Werk der MAD BUTCHER-Karriere geworden. Das Quartett knüpft quasi nahtlos an die musikalische Ausrichtung der B-Seite von “Metal Meat“ an, sprich: das Songwriting tendierte von der Ausrichtung her ein bisschen mehr in Richtung Speed Metal. Und auch traditionellere Nummern wie etwa Gallow‘s Pole waren kompositorisch noch einmal deutlich stärker als das Material auf dem Vorgänger ausgefallen. Aber am besten waren MAD BUTCHER immer dann, wenn sie ein bisschen mehr Gas gaben, siehe etwa Squeezin‘ Up oder Burnt It Down.

Als Bonus spendiert uns die Band hier gleich sechs zusätzliche Stücke, nämlich das so genannte “HEAVY Demo ‘87“. Hier sind noch einmal Stücke enthalten, die bereits auf “Eat The Rat“ und “Metal Meat“ enthalten waren, wie etwa Thunder And LightningU Can‘t Stand ItLivin‘ In Sin und Fearless Heartless. Das sehr starke Zero Talk ist hingegen ein Track vom Debüt-Album “Metal Lightning Attack“. Und das sehr colle aber eher schon etwas in die Glam Metal-Ecke schielende In The City (man denke hier mal an Shout At The Devil von MÖTLEY CRÜE) war bisher unveröffentlicht. Alles in allem also eine sehr gelungene Veröffentlichung.

Diese drei CDs sind dann auch eher etwas für die Old School Metalheads als für all diejenigen, die auf heutigen Hochglanz-Metal stehen. Der Sound ist sehr rau, aber so war das eben in den frühen Tagen des Metal. Gute Aufnahmemöglichgkeiten waren teuer und Plattenverträge für die Bands manchmal das Papier nicht wirklich wert, auf dem sie geschrieben waren. Aber für all jene, die damals dabei waren und die „Trüffelschweine“, die nach vergessenen Schätzen suchen. Und dazu zählen MAD BUTCHER sicherlich. Die drei CDs erscheinen wirklich liebevoll aufgemacht und mit einem Interview mit Frontmann Harry Elbracht, der darin viel zu den damaligen Hintergründen erzählt. Wirklich schön, dass solche Schätze immer mal wieder ausgegraben und der Öffentlichkeit so zugänglich gemacht werden.

 

 

INTERVIEW

Mad Butcher gibt’s als Liveband ja nicht mehr. Wir haben uns 1990 aufgelöst, weil wir keine Plattenfirma gefunden haben, die die nächste Scheibe herausbringen wollte. Das ist mir aber jetzt gelungen dank der amerikanischen Plattenfirma Stormspell Records; die haben „For Adults Only“ herausgebracht. Die waren so begeistert, dass sie mich fragten, ob es noch mehr Material gäbe, was sie veröffentlichen könnten.
Da die Rechte unserer zweiten Scheibe „Metal Meat“ frei waren, konnte ich den Jungs auch dafür die Erlaubnis zur Veröffentlichung geben.
Na ja und wir hatten noch ein altes Demo, mit dem wir uns damals zwecks Debütscheibe bei Earthshaker beworben hatten. Das Demo haben sie dann auch noch herausgebracht. So kam dann der Stein ins Rollen.
Ich habe 2012 mal ein Interview für ein Magazin namens „Thrash Attack“ gemacht. Der Herausgeber, Florian Grill war sehr engagiert. Er hat sich sehr für Mad Butcher interessiert, und das zu einer Zeit, als kein Hahn mehr nach uns gekräht hat.
Inzwischen hat Florian ein eigenes Label gegründet, Dying Victims Production, und mich gefragt, ob er „Metal Lightning Attack“ als Vinyl veröffentlichen darf. Wir haben gut zusammengearbeitet; ich konnte Einfluss nehmen auf Covergestaltung, Inlet etc. Wenn das was wird, will er kommendes Jahr auch noch die zweite Mad Butcher als Vinyl herausbringen.

 

HF: Ich habe damals das Fanzine Live Wire herausgebracht und wir haben Euch dann 1986 nach Bonn geholt, um dort in einem kleinen Club ein Konzert mit Euch zu veranstalten. Damals machte es für mich den Eindruck, dass Mad Butcher steil gingen und wir mit diesem Konzert bei Euch eher eine Goodwill Aktion ausgelöst haben, um Live Wire zu unterstützen.
1983 habt Ihr zuvor in der Bochumer Zeche u.a. mit Axe Victims, Steeler und Cutty Sark das 2. Aardschok Festival gespielt.
Lief augenscheinlich gar nicht schlecht für Euch; was ist dann schiefgelaufen?

HE: An den Gig in Bonn kann ich mich noch ganz gut erinnern. Wir sind damals aus Essen immer ins „More“ nach Bad Godesberg gefahren (das war nicht Bad Godesberg, sondern Beuel – Anm JS) und haben dort immer Metal Partys gefeiert. Und dort haben wir den Hard Rock Club Bonn und die Live Wire Leute kennengelernt: den Manni und… ich weiß gar nicht mehr, wie sie alle hießen…
Und darüber ist dann auch der Gig zustande gekommen. War ziemlich gut damals…
Der Aardshok Tag war übrigens 1985 in der Zeche. Das Ganze hat damals Axel Thubeauville organisiert…

 

HF: Ich habe mal in einem selbst geführten Interview erfahren, dass Euer Debüt vom damaligen Shark Records/Earthshaker Records Kopf Axel Thubeauville eine „eine Hand wäscht die andere“ Geschichte für Deinen Support gewesen sei. Wenn dem so war, musst Du ja schon ne Menge für Axel getan haben, dass ein Album dabei herausgesprungen ist. Was lief da genau ab?

HE: Der Gefallen, den ich Axel damals gemacht habe war, den Kontakt zum Metal Mike vom Aardshok herzustellen. Wir haben damals oft Konzerte in Dynamo besucht. Mike war damals der Metal Pabst in Holland und ist es auch heute noch. Wir haben uns kennengelernt, ausgetauscht und sind bis zum heutigen Tag freundschaftlich verbunden.

© Harry Elbracht/Mad Butcher

Nachdem ich den Kontakt zu Axel hergestellt hatte, kam dann ja auch das deutsche Aardshok heraus…
Aus Dank für das Herstellen des Kontaktes, hat Axel die erste Scheibe „Metal Lightning Attack“ dann auf Earthshaker veröffentlicht. Letzten Endes ist es dann ja auch dabeigeblieben. Damit hatte er seine Pflicht und Schuldigkeit getan. Wir waren dann Label los, haben zwar weitergemacht und Konzerte gespielt, aber es ging nicht so richtig voran.

 

HF: 1987 erschien noch „Metal Meat“ und 2020 (!) „For Adults Only”. “Metal Meat“ ist total an mir vorbeigegangen und die 2020er Veröffentlichung irritiert mich sehr. Was hat es damit auf sich? Sind die Alben überhaupt irgendwo zu bekommen?

HE: Wir haben 1986/87 neue Songs gemacht; die habe ich natürlich dem Axel angeboten, aber Mad Butcher waren nicht gerade der Renner auf Earthshaker. Axels Intention war natürlich, Geld zu verdienen.
Ich habe mich dann letzten Endes um ein anderes Label bemüht und Ingo Nowotny mit seinem „Metal Enterprises“ hat dann letzten Endes die zweite Scheibe herausgebracht. Wir haben das fertig produzierte Album inklusive Cover Konzept verkauft. Wir haben Kohle dafür bekommen und damit waren alle Rechte und Pflichten abgegolten.
Mit dieser Scheibe haben wir dann auch sehr gute Touren bekommen. Wir haben uns damals dann auch einen Manager geleistet, einen Typen aus Düsseldorf, der ganz gut vernetzt war und uns dann bundesweit Club Gigs besorgt hat.
Damals, 1987/’88, war auch die kreative Hochphase der Band, wo wir live gut eingespielt waren und an neuen Songs gearbeitet haben.
1988 haben wir versucht, unsere „For Adults Only“ an den Markt zu bringen; aber dann fing das Ganze mit Grunge an, und bei uns ging es irgendwie nicht voran. Wir waren ja alle nur Hobby Musiker und hatten Jobs, mit denen wir die Band unter einen Hut bekommen mussten. Größere Touren waren damals schwierig, mit dem Job zu koordinieren.
1986 hatten wir die Chance, die Hell Awaits Tour von Slayer europaweit zu supporten. Die Band wollte das, aber das Management hat sich dagegen entschieden und hat sich stattdessen lustigerweise für Destruction entschieden. Die Slayer Tour wäre wohl der Wendepunkt für uns gewesen, und wir hätten uns etablieren können. So aber liefen dann die Thrashbands an uns vorbei und gerade in Essen und Umgebung haben Kreator und Sodom die Pole Position eingenommen.
Mad Butcher, die in ihren Songs sehr vielfältig waren, saßen zwischen allen Stühlen. Dass hat dann auch letztendlich zum Ende der Band geführt.

 

HF: Wir erleben in den letzten zwei/drei Jahren extrem viele Reunions, auch wenn es oft keinen wirklichen Sinn macht, da oftmals lediglich einer der ursprüngliche Musiker mit von der Partie ist. Die Wiederveröffentlichung von „Metal Lightning Attack“ lässt allerdings vermuten, dass ähnliches auch mit Mad Butcher passieren könnte. Wie sieht es aus?

© Harry Elbracht/Mad Butcher

HE: Für die drei Veröffentlichungen auf CD bei dem Amerikanischen Label Stormspell Records gibt es keinen deutschen Vertrieb. Wir als Band haben je 50 Stk bekommen, um sie hier selbst unter die Leute zu bringen. Die verticken wir.
Aktuell gibt es Gespräche mit unserem Drummer Rainer Gullan und unserem Gitarrist Rolf Borchert, ob wir live noch mal etwas machen. Die Wiederveröffentlichungen sind ganz gut eingeschlagen und es gibt offensichtlich viele Leute mit Bock auf traditionellen Metal. Die Kids wollen mal hören, wie es ursprünglich in der Szene aussah Mitte der Achtziger Jahre. Wir lassen das jetzt mal auf uns zukommen.
Ich habe aktuell ein paar Angebote von Musikern, die Bock hätten, bei einer Reunion mitzumachen. Ich möchte natürlich möglichst viele Original Mad Butcher Musiker dabei haben, also Rolli und Rainer mit mir am Bass und Gesang. Unser vierter Man, der Sidney (Keller, g.) ist nach China ausgewandert. Er war als Siemens Techniker ein Jahr in Hongkong, hat dort seine jetzige Ehefrau kennengelernt und ist dann ganz übergesiedelt. Dementsprechend ist Sidney bei einer Reunion raus; hier müsste dann jemand anderes die zweite Gitarre übernehmen.
Im Augenblick ist jede Menge im Fluss und wir wollen mal sehen, wie sich die Wiederveröffentlichung auf Vinyl des Debüts entwickelt.
Ich habe lustigerweise noch ein Angebot eines chinesischen Labels, um die „Metal Lightning Attack“ auf CD und Kassette rauszubringen.
Mal sehen, ob der chinesische Markt explodiert. Wenn 0,001 der Chinesen mit Mad Butcher was anfangen können, dann wären wir natürlich Superstars (lacht).
Wenn jemand Interesse an unseren Veröffentlichungen hat, einfach den Metal Harry auf Facebook kontaktieren (https://www.facebook.com/harry.elbracht). 

Riffs,Riffs und nochmal Riffs…das war das Motto ! Keine Balladen,
keine Experimente …waschechter heavy Metal , immer nach vorne …als
wir 1980 anfingen gab es kein thrash , doom, speed oder was auch immer.
alle headbanger die auf Priest und Saxon stehen, die anvil,tank und
raven mögen, die auch Jaguar und Vardis kennen, the Rods,Riot ,Ted
Nugent lieben – ihr solltet MB anchecken. Herzblut Metal pur, fast,
bloody and raw
MAD BUTCHER spielen am 22.4.22 ein einmaliges Live Reunion Konzert im RESONANZWERK OBERHAUSEN anlässlich ihres 40jährigen Bandjubiläums. Mit den 3 Originalmitgliedern Rolli Borchert,Reinhard Gollan und Metalharry stehen die Jungs nach 30 Jahren wieder gemeinsamen auf einer Bühne und präsentieren einen Oldschool Heavy METAL Mix aus ihren 4 Veröffentlichungen.

 

Undeservedly this band is often mainly connected with Destruction due to the name, even though they were first. And more important, they delivered two records of good heavy

speed metal in the mid 80s as well. Singer/bass player Harry agreed on telling me about these

old days…Great to find out that some guys that started in the very beginning have never lost the spirit!

February 2012

Hi Harry, hope you are fine. What are you currently up to? As far as I know you are still connected with music, even though it is more hard rock than metal, right? Tell us about the Hooked on Music magazine!

Thanx for asking, everything is fine. It is right, I am still at home in the heavy metal world, loyal to the motto of Joe Perry: “once a rocker , always a rocker”.

However I had to leave the active part behind due to health problems, so nowadays I organise only class rock events as a DJ and of course I work for the online magazine “Hooked on Music by visiting shows and writing reviews.

Mad Butcher is a band that is rarely mentioned when talking about the German heavy/speed metal scene, why do you think is this the case? Bad organisation, wrong record labels, lack of dedication…? Do you believe that the music could have convinced more people in the heydays of the metal scene in the 80s under different circumstances?

The circumstances for new bands were completely different in the 70s and 80s. every act was dependent on the circumstances of their surroundings. There was no media like the internet or magazines, no radio that understood the market, in particular in Germany, studios that were almost impossible to pay and that were run by people that had no clue about the hard rock and heavy metal sector. Additionally few possibilities to play shows. When we started there were only the Scorpions who also gained attention abroad. Only finding a rehearsal room was damn hard, then the instruments and the PA, a van for the band. Financing all of this only by playing a couple of shows in youth centres or schools; barely possible. Nevertheless we were there, right on since the beginning, even earlier than Accept, Steeler, Grave Digger or Living Death…We were one of the first real metal bands in Germany that picked up they style of the NWOBHM or the upcoming US-metal. Experts know that today.

The band was formed by you and 3 friends in 81. Tell us the story behind the formation. Who came up with the name and do you remember why? Just a cool name? What were you looking for by having your own band? Becoming rock stars like the heroes you adored, or simply release some rocking music and party hard?

I have been a enthusiastic tape trade and collector or records since 1971, I went to every gig in the Ruhrare: Deep Purple and Alice Cooper in the Grugahalle in Essen, Black

Sabbath and Nazareth in the Phillipshalle in Düsseldorf, Status Quo and Thin Lizzy in the

Westfalenhalle in Dortmund and so on.

Every year I travelled to London to search for gems in the infamous second hand record stores and checked out obscure bands in the pubs and small venues. At first it was punk, then suddenly the NWOBHM. Bands like Jaguar, A II Z, Bitches Sin, Satan, Tokyo Blade, Handsome Beast, Battleaxe and so on. Back home I told my friends about those incredible experiences and more and more my decision to form my own band became clear, especially since one or another of my guys had already played an instrument.

Imediately I had two guitar players and a drummer, a friend of mine wanted to sing so bad, hence only a bass player was missing. Well, that was my turn from now on.

All of this happened in autum 1980. In the summer of the same year I had been to the USA for the first time and while walking around in Manhatten I saw the neon sign of a large butcher, it is that simple sometimes. I had found the name of my band.

It seems like you guys never released a demo tape, is that correct? How come, I mean that is the normal way I would say? Record a tape to hear where the band is positioned, evolve the own sound and spread the name and gain some attention. So what’s your/was the band’s take on this? Did you ever record a rehearsal session on a tape recorder at least?

I was sort of a guru of the upcoming scene; I knew more or less everything and everybody. More and more metal heads came together, bands were popping up everywhere in the whole country and especially the Ruhrarea was a melting pot regarding heavy metal. We were the first Germans in the dynamo in Eindhoven, we kept travelling to Longon and the USA, played in every dump and got to know a lot of people and bands. This way we gained a local reputation. My old friend Alex Thubeauville, owner of a record store in Essen at that time, got to know the editor (Metal Mike) of the Dutch Aardschok Magazine through me and they founded a German edition of it. the idea of the Earthshaker label was born back then.

In the three years after our formation we had an excellent reputation as a live band; hence we could go directly in the studio to record our debut. Unfortunately the engineer hadn’t had a lot of experience with our brutal speed metal and because of that the technical side of the recording process became a disaster. Then the pressing plant fucked up the recorded tapes, so the result of out first lp is suboptimal. There had not been a professional demo, only live recordings that we had recorded ourselves with tape recorders at the edge of the stage.

In particular when you consider the band’s early formation, however the debut lp was not released until 85. What happened in all those years? Did you already write originals or did you just start shortly before recording the album? Considering you were from Essen, you must have had the possibility to play a lot of concerts, right?

That’s right, as mentioned, we played off our asses. In the beginning we played covers such as

„Overkill“, „Breaking the Law“ and „Radar Love“, but also unusual stuff from bands such as Weapon, Dragster, Demon or also Holocaust and Diamond Head, which we could present as our own songs, due to changing the arrangements and song titles a bit.
In 1985 I talked about this with Lars Ulrich, another expert, and complained that Metallica who had jumped on the train at the same time like us had become stars and us not, damn!
When we were supposed to go in the studio in 84 our singer left and suddenly I had to do the job. We wrote 8 songs in a rush, that got finished only shortly before, so everything was quite chaotic.

From what I know your early shows were a mere cover affair, correct? You concentrated on underground bands from the NWOBHM and covered their songs. When did the first own songs appear in the sets? How did the audience appreciate your efforts? With which bands would you share the stage in those days?

In Germany spielten wir mit Warlock , Grave Digger , Steeler , Sinner , Helloween, Faithful Breath , Trance , Lions Breed , Living Death , Sodom , Streetfighter , H Bomb und Sortilege from France. In the USA we went on stage with Slayer , Brocas Helm, Exodus and Laaz Rockit.
Slayer wanted us to join them on their Hell Awaits European tour in 85, however their management refused it. that would have been the break for us, too bad.

Did you guys have any experiences with bands/your instruments or learn to play while the band was already in existence? How old were you at the time? As mentioned, your influences included the NWOBHM, but also a lot of the big heavy metal acts. Did you have a tendency to become faster and harder as your idols like so many of the new speed/thrash bands around? How did you want your sound to be?

When I started Mad Butcher I was 21, I played only air guitar back then, but with class haha. The others had not had any experiences in bands as well and had played only for themselves in their living room. Only our first drummer had already played in the hard rock band Streetfighter from Essen.

My gos were and still are Judas Priest and Ted Nugent, their live concerts were state of the art back then. We played because of the adrenaline on stage and obviously we became better and better at our instruments. Back then the maxim was faster and louder = better.

The audience didnt care, collective madness was the usual programme: all men play on ten,

you know!

Considering the neighbours in your rehearsal building (Living Death, Kreator or Sodom), you were still one of the “tamer” bands as you included more heavy and traditional elements in your music. Would you agree? Was the growing thrash metal scene important f or you? Who would you keep in touch with, were there any friendly connections with other acts and support/parties going on?

Of course, in 85 I had already been a music junkie for almost 15 years and because of that I loved a thousand bands, not only thrash, cos my roots were a bit “tamer” and more melodic, for example Van Halen or Priest. The kids of Kreator and Sodom found the music a bit later, their initiation was rather Hellhammer, Venom and Bathory.

In the goof old days the solidarity was not that big, it was more of a competition. Who reaches the goal faster, everyone tried to play faster and harder as anyone else. Achieve success quickly, no matter what it might look like. Everyone was obviously looking to England and the USA, everyone had their idols. Image was everything, we didn’t have one which we knew, but we didn’t care. We only wanted to play.
I had been in touch with lots of great people, also due to my time at Metal Hammer and several other magazines like Aardshock or Rock Hard which started in the early 80s as well.

Nowadays i mail every now and then with other old fighters, like Jon Oliva, Neil Turbin (ex-

Anthrax) or also Kurdt Vanderhoof of Metal Church, another great band. Oh and yes, with Joe Hasselvander of Raven and Jay Reynolds who has recently revived Malice!

Ok, so in 85 you managed to release the album “Metal Lightning Attack” on Earthshaker which released a ton of great heavy/speed metal records such as Atlain, Living Death, Steeler or Fact in the mid 80s. How did the deal come about? I suppose you impressed them with a live show considering you didn’t have an official demo or did you send them some promo?

The deal was on the one hand a result of our good live shows and on the other hand obviously also out friendship with Axel T. We had always a good response in the scene and Axel thought our style was varied. The costs of a production were not too bad back then and we had already known that we were not to expect big money.

Tell us about the recording of the album. Do you have any memorable stories? And then, after its release, how was the album received by the scene? The fans, other bands, the press?

The sound of „Metal Lightning Attack“ was bad, as the presswerk had fucked up the mastertapes. Axel T. had given us the test press only after the release, so we could not change anything anymore.

Throwing away the pressing of 3500 copies and start all over again was too expensive for him. But with a good record player it does sound better nowadays. Nevertheless the reviews in the important magazines like Rock Hard, Desaster and even in metal Hammer were rather positive. As far as I know we sold around 7000 copies world wide, which is quite respectable nowadays.

I would say that the songs on the debut are quite varied; there are more heavy/hard rock oriented tracks like “Fearless heartless” and also fast speed bangers like “Burn it down”. Who would write the songs? The band together or was there one for the rocking and one for the faster tracks?

All of the songs developed organically while rehearsing, one of us came with a good riff and we worked on the structure together until the song was done. Our lead guitar player hero Rolli is a very talented musician, who took so much out of my sung suggestions, like: da da da bam boom bang la la la , and now twice as fast! Hahah…

Were you happy with Earthshaker’s work for you? Why did your paths separate after this debut? Apparently you had the chance to play with many cool German heavy metal acts like Warlock, Helloween or Grave Digger and even abroad in Holland. Tell us a bit about those shows, was there also a tour or only single gigs? So can we say you’d rather play with heavy/speed acts, than thrash metal bands?

In the good old days in the early 80s there were no tours, only one off gigs. we had a management for a while which ripped us off, hence we did everything ourselves: we drove to the location or called them, put up posters, used contacts or organised something with other bands. We played exclusively with heavy metal bands, thrash or speed didn’t matter, as long as it was loud!

Then there is this photo which shows you with the Slayer guys and a “Show no mercy” lp that is dedicated to you. What is the story behind this pic? Was it taken in the USA or when they were touring Germany? Did you have a lot of contact with them and/or other foreign bands/fans?

We got to know Slayer in San Francisco in 84. there was a legendary record store in Polkstreet, the record Vault. The owner Pam Smith was selling also out record and she was freaking out when we raided her store. The store was the meeting point of all metal supporters back then and on this day Pam introduced us to Jeff Weller, the former manager of Lääz Rockit. Immediately he organised a show in the Keystone Club and we supported them. The guys from Slayer were in the audience and that way we met. We hanged out with them for days and got to know lots of heroes of the bay area scene. the craziest guy was Paul Baloff of Exodus. One time, in the middle of day light he sat down between two parking cars and took a shit! Him and his buddy were ticking bombs, always ready for jokes and trouble you had to take a lot of care. Those were the days man! As mentioned, too bad the European tour with Slayer didn’t work out.

Killer memories! Ok two years later the 2nd lp “Metal meat” was released on Metal Enterprise. Can we say that you were another band that was destroyed by this rip off label? How did you get fooled into a deal with them? Do you know how many copies of it were pressed/sold in the end? How did the “collaboration” affect/hurt Mad Butcher?

After the trouble with the misspressing of the first lp we dropped out of Earthshaker quickly and 2 years later we started recording “Metal meat”. The engineer was an experienced guy from Faithful Breath, Horst “Piet” Stabenow, who mixed also our live shows. He got us in touch with Metal Enterprise who had their first success with Böhse Onkelz. The boss, Ingo Nowottny bought the finished product and all the rights. That was the first time we saw some real money for our small band which we immediately invested in better equipment. Until today we still don’t know how many copies were sold. But we had a new, 2nd product for the live front, which was the most important.

Nevertheless I consider the sound on this album to be better than on the debut. Do you agree? If so, what was the difference in the recording process? Just more experience and being better musicians, or did you have more time? Which album do you prefer in the end? I like both quite a bit, one of my fave songs “Children of tomorrow” is on the 2nd one for example…

Well almost 30 years after the release of the record I have made my peace with both albums. The debut is harder and faster, “Metal meat” shows that we had reached a higher level as musicians. The third record would have become really killer, as we had reached our top.

You can listen to some of the songs here www.myspace.com/powerhouseevent if there is an interested label, please get in touch.

Then the aspect that I have already mentioned in the foreword: first of all the band’s name obviously influenced Destruction for a song, but also the cover artwork of their mlp and your 2nd album is very similar. Apparently you were first, how do you explain the similarities etc etc? Did a lot of people talk to you regarding the much more famous Destruction mlp?

Weh ad met Destruction at a Kreator/Sodom gig in Essen in 85, when Tom introduced us to each other. Apparently the guys were so impressed by Mad Butcher, that they got their idea back then. A couple of years ago I talked to Schmier about it, but he meant we had had all the same idols. At least he bought me a few beers.
However when I got the ep in the first place, I was really pissed off and that’s why we made our cover artist draw a similar topic. I wanted to go that far and call the record “Destruction” instead of “Metal meat” to make the steal of the name obvious to everyone, but my guys didn’t want a war back then, and of course they were right!

Unfortunately this record should be the last one to be released under the banner of Mad

Butcher. Why did the band end? Was it due to the label, missing enthusiasm of the fans, or were you simply tired of playing this style of music? Do you regret having ended the band at that time or was it exactly the right thing to do?

We were simply ahead of our time, we only did what we wanted to, didn’t have an image, but that was way to important back then. I went on stage with shorts, long before Mike Muir for example. A short haired front man with glasses had to convince the audience in the beginning, that even a guy who looks like a loser can freak out. Moreover we always made fun on stage and that did sometimes not fit to our oh so serious and evil music and audience. Evilness ruled supreme. But we preferred to not adjust to it, as we luckily didn’t have to live off music and didn’t compromise.

At some point in the early 90s we realised a change in the heavy metal community. Grunge, death and black metal took over and getting gigs without label support was almost impossible and also no company was interested in investing in us.

Additionally our guitar player Sydney got to know his true love in Hongkong, married her and was never seen afterwards. So in 92 we put Mad Butcher in its cold grave.

As far as I know you formed a straight hard rock band after the demise of Mad Butcher. What was the name and did you record some material? Enlighten the readers about this project.

The remaining 3 warriors got one of our fans who turned out to be a great bass player and I changed to vocals. “Loud N Proud” was born. We played for another 3 years, labelled as boogie rock. We were influenced by bands such as Samson, Blackfoot or also Tank. We recorded a cd which we sold at the shows. Then I had a tragic accident which almost cost me an eye and I had to stop playing music. Reiner and Rolli are still playing in a local blues band, but just for fun.

The debut album has been reissued by Greek No Remorse label. Were you involved in this rerelease and are you satisfied with it? What about “Metal meat” as both albums are not that often/cheaply found. What are your feelings when thinking about people still enjoying your early works enough to justify a rerelease these days?

Rolli surprised me one day with the Greek rerelease. We had not known about it, but we felt flattered as it was ncie to see your baby once again on cd.

Unfortunately the master tapes were given to Metal Enterprise and since this company has disappeared from the market…

Then the traditional Top ten album list in the speed/thrash metal genre!

Exodus – Bonded by Blood

Anvil – Metal on Metal

Metallica – Ride the Lightning

Annihilator – Alison Hell

Metal Church – The Dark

Flotsam and Jetsam – Doomsday of the Deceiver

Anthrax – Fistful of Metal

Vardis – 100 mph

Slayer – South of Heaven

Testament – Practise what you preach

Exciter- Heavy Metal Maniac

Ok I guess this is the end of the interview. Which question would you like to be asked regarding Mad Butcher that no one has ever asked you?

What have you done with all the millions of dollars you have earned?

If you have anything to add feel free to do it. You have the last words, thank you.

This is a legacy of one of the first pioneers of metal in Germany. A small but great side note of the scene. I have experienced the spirit of optimism and the rise of our music right from the start and stay loyal to metal. It was and is great.

translated by Florian Grill

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