Laura Misch erweckt auf ihrem zweiten Album „Lithic“ die Geschichten der Steine zum Leben
Heute ist die neue Single „Shell“ erschienen
Kommt im Oktober nach Deutschland und in die Schweiz auf Tour
- Zweites Album der britischen Singer-Songwriterin und Saxophonistin erscheint am 5.6.
- Mischung aus Singer-Songwriter, Jazz, Ambient und Field Recordings
- Beschäftigt sich mit Stein: Seiner Langlebigkeit und den Geschichten, die er erzählt
- Basiert auf Ökoakustik, Geologie und Deep-Listening
- Nachfolger des 2023 erschienenen „Sample The Sky“, dessen Oberthema Luft war
- Bereits erscheinene Singles: „Echoes“ und die Dopplesingle „Scrolls„/“Kairos„
- Heute erschien die neue Single „Shell„
- Inspiriert von diversen Komponistinnen, die die Natur in ihre Stücke integriert haben
- Im Oktober geht die Londonerin auf Tour, unter anderem in Berlin (2.10.) und Zürich (8.10.)
Laura Misch kehrt mit ihrem mit Spannung erwarteten zweiten Album „Lithic“ zurück, das am 5. Juni 2026 bei One Little Independent / Bertus erscheint. Die heute erschienene Single „Shell“ entstand im Winter, als Laura allein inmitten der Kieswüsten und Stürme von Dungeness lebte, und ist eine Ode an die Suche nach Schutz. Die karge Landschaft, geprägt von Hexensteinen und einem endlosen Kieselstrand, der sich bis zum Horizont erstreckt, verkörpert die letzte Phase des Gesteinszyklus, den Laura während der Entstehung von „Lithic“ nachzeichnete – ein Prozess, der unter den hoch aufragenden Klippen von Cornwall begann.
„Lithic“ ist wie eine Höhle, die aus Emotionen und elementarer Kraft entstanden ist. Klang und existenzielle Gedanken hallen durch ihre Abgründe, während uralte Geschichte in den Steinen nachhallt. Vom Alter gezeichnet, vom Wetter erodiert und durch Stimme, Körper und Atem erweckt, führt Laura Mischs Album den Klang zurück zu seinen Ursprüngen – und legt Musik frei, die aus dem Untergrund und den dunkelsten Teilen unseres Selbst heraufbeschworen wird. Definiert als „von der Natur her steinartig oder mit Stein verbunden“, vereint „Lithic“ Trauer und Hoffnung und schwankt zwischen Melancholie und Euphorie. Es bietet Musik als gemeinschaftliches Erlebnis – einen Raum, um zusammenzukommen, aufmerksam zuzuhören und uns in einer zerbrochenen Zeit wieder mit unseren gemeinsamen Vorfahren zu verbinden.
Während Mischs gefeiertes Debütalbum „Sample The Sky“ (2023) in Klangwolken über der Erde schwebte – gefolgt von seinem akustischen Gegenstück „Sample The Earth“ (2024) –, reist „Lithic“ durch die Tiefen der Zeit, geprägt von Geologie und den Elementarkräften von Wind, Wasser und Stein.
Die konzeptionellen Grundlagen des Albums stützen sich auf Praktiken des Deep Listenings, der Ökoakustik und der Geologie. Inspiriert von KünstlerInnen und DenkerInnen wie Barbara Hepworth, Pauline Oliveros, Annea Lockwood, der Öko-Psychotherapeutin und Autorin von „Weathering“ Ruth Allen, sowie David Haskells Schriften über die Ursprünge und die Entwicklung von Klang, betrachtet „Lithic“ Klang als ein uraltes Material, als etwas, das im Laufe der Zeit Formen annehmen, verwittern und sich wandeln kann. Es ist ein zutiefst feminines Album, das die rauen und weichen Konturen des Alterns nachzeichnet: die verwitterten Linien, die sich in ein Gesicht eingegraben haben, die abgenutzten Risse in einer Felswand.
Die heute erschienene Single „Shell“ markiert eine neue Richtung in Lauras Songwriting und ist ihr bislang folkigstes Werk, bei dem Stimme und akustische Klangtextur im Vordergrund stehen. Der Song besticht durch das vielschichtige, zart schwingende Cello von Katt Newlon, das ein sparsames und intimes Arrangement schafft, bei dem Raum, Klangfarbe und Resonanz im Mittelpunkt stehen.









