VÖ Tipp: Ghalia Volt – Burn the House Down

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VÖ: 15.05.2026

Keine Barrieren. Keine Grenzen. Das war schon immer Ghalia Volts Ansatz für amerikanische Roots-Musik.

Es ist ein Sound, der weit über Amerika hinausgeht. Ghalia wuchs mit den Flamenco-Liedern und der traditionellen spanischen Musik auf, die ihre Großeltern liebten. Von dort aus erweiterte sich ihr Musikgeschmack und machte Platz für die wilden, gitarrenlastigen Klänge von Punk, Garage Rock und Psychobilly. Als sie sich mit den Wurzeln des Rock ‚n‘ Roll beschäftigte, entdeckte sie Blues-Künstler wie Skip James und J.B. Lenoir und legte damit den Grundstein für eine gefeierte Karriere als Songwriterin, die sie bald um die ganze Welt führen und in die Billboard Blues Charts bringen sollte.

 

Burn the House Down, Ghalia’s sechstes Album, bietet Platz für all das. Die 11 Songs, die in Nashville mit Produzent JD Simo aufgenommen wurden, zeigen die ganze Bandbreite ihrer Einflüsse. Da ist der prahlerische Shuffle im Stil von John Lee Hooker in „Lucifer’s Grip“. Die Juke-Joint-Grooves von „Let Yo‘ Hair Down“. Der Hill Country Blues von „Where Do We Go“. Der Late-Night-Rock’n’Roll von „Mine“. Sogar die Flamenco-Klänge ihrer Kindheit kommen zum Vorschein. Aufgenommen während einer zweitägigen Session mit Live-Auftritten im Studio, zeichnet Burn the House Down seine eigene Geografie nach und nutzt den Blues als Sprungbrett für ein Album, das Grenzen überschreitet und die Idee des Genres auslöscht.

 

„Ehrlichkeit ist etwas, das mich immer anspricht“, sagt Ghalia. „Oft machen Bands Musik für ihre Fans oder um sich einem bestimmten Genre anzupassen. Ich glaube, wenn man Kunst für sich selbst macht – wenn es sich richtig anfühlt, wenn man sich dabei wohlfühlt –, dann kommt das auch rüber. Die Leute werden es mehr schätzen, weil es echt ist. Es ist man selbst.“

 

Burn the House Down wurde mit einer kleinen Band – Schlagzeuger Chris Powell, Bassist Brian Allen und Gitarrist JD Simo – in einem einzigen Raum aufgenommen, wobei die Verstärker ineinander übergingen. Die Zusammenarbeit mit Simo war für sie eine Gelegenheit, zu ihren Wurzeln zurückzukehren und die Ecken und Kanten zu akzeptieren, die schon immer Teil ihrer Lieblingsmusik waren. „Ich vergleiche JD gerne mit einem Fotografen“, erklärt sie. „Er fängt einen Moment, eine Energie ein, und all diese Action-Aufnahmen werden in eine Platte übersetzt. Wir haben nur ein paar Takes von jedem Song gemacht. Es ist roh, es ist echt, es ist einfach. Es geht nur um Spontaneität und Gefühl.“

 

Volt hat seit 2016 mehrere Alben veröffentlicht, darunter „Have You Seen My Woman“ (2016), „Let the Demons Out“ (2017), „Mississippi Blend“ (2019) – das Platz 3 der Billboard Top Blues Albums Charts erreichte –, „One Woman Band“ (2021) und „Shout Sister Shout! (2023), das Platz 2 der Billboard Top Blues Albums Charts erreichte.

Im Rahmen ihrer musikalischen Tätigkeit arbeitete sie mit namhaften Künstlern und Produzenten zusammen und trat bei großen Bluesfestivals auf, wodurch sie ihren Ruf in der modernen Blues- und Roots-Musik festigte.

 

Seit Jahren konzentriert sich Ghalia darauf, unverfälschte Momente einzufangen. Seit ihrem 11. Lebensjahr spielt sie Gitarre und sammelte erste Erfahrungen als Straßenmusikerin in ihrer Heimatstadt, wo sie die Aufmerksamkeit ihres Publikums fesselte, ohne sich hinter irgendetwas verstecken zu können. Später ging sie mit ihrer Band auf Tournee, um ihr 2017 erschienenes Album „Let The Demons Out“ zu promoten – damals noch mit Mississippi Blend –, das Platz 3 der Billboard Top Blues Albums Charts erreichte. Als Covid ausbrach, begann sie als road-erprobte Ein-Frau-Band aufzutreten, spielte gleichzeitig Schlagzeug und Gitarre und sang jeden Song mit ihrer samtigen Stimme. Burn the House Down markiert einen neuen Meilenstein in dieser Entwicklung und verbindet ihre Fähigkeiten als Multi-Instrumentalistin mit dem Stomp und der Selbstsicherheit einer straffen Studioband. Hier tauscht sie Licks mit Simo aus und unterstreicht dabei ihre Fähigkeiten als „Slide-Gitarristin“ (Guitar World), während sie Songs über die Freuden, Schmerzen und Herausforderungen des Menschseins singt.

 

Das Ergebnis ist ein Album, das Ghalia Volt in ihrer ganzen rauen Pracht einfängt, und sie ist nicht bereit, sich jemand anderem als ihrer eigenen Muse zu unterwerfen. Makellosigkeit ist nicht das Ziel. Auch nicht, sich anzupassen. „Wir haben es hier nicht mit einem geschliffenen Juwel zu tun“, sagt sie über die Platte, „sondern eher mit einem Rohdiamanten.“

 

Von Kollaborationen mit Cedric Burnside und Jamsessions auf der Bühne mit Buddy Guy bis hin zu ausverkauften Shows auf beiden Seiten des Atlantiks hat Ghalia bereits 10 Jahre damit verbracht, ihre Rolle als Vorreiterin der modernen Roots-Musik zu festigen. „Burn the House Down“ blickt auf das nächste Jahrzehnt voraus. Es erinnert daran, dass wahre Künstler nicht nur die Traditionen der Vergangenheit ehren, sondern auch ihre eigenen Traditionen schaffen.

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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....