Was macht man, wenn man in einem Kaff bei Leipzig aufgewachsen ist und von einem Leben als Musikerin träumt? Im Fall von Marie Chain: raus, weg, Grenzen sprengen. Also schuftet sie in Nebenjobs, kratzt das Ersparte zusammen und zieht nach der Schule kurzerhand nach Barcelona, um ihren Traum in die Tat umzusetzen. In der Metropole tritt die Sängerin, Songwriterin und Pianistin anfangs auf der Straße und in Bars auf, spielt schon bald Shows von Schweden bis in die Schweiz, veröffentlicht in Eigenregie zwei Alben. Doch als Freigeist zieht es Marie Chain weiter. Sie siedelt um nach Berlin, während sie weiterhin um die Welt reist mit Stationen in London, New York und Austin/Texas, wo sie ihren eigenen Sound endgültig gefunden hat: Das Klavier und ihr kerniger Soulgesangziehen sich wie ein roter Faden durch ihr kommendes Album, das sowohl mit Pop als auch mit einem Hauch Jazz flirtet und an Filmmusik erinnert. Es ist nur logisch, dass Marie Chains Genre-Mix ebenso Grenzen sprengt wie sie selbst: der Glamour von Vintage Soul und die Emotionalität von Blues treffen bei ihr auf die Leichtigkeit von House. Marie Chain hat das Zeug zur nächsten deutschen Soul-Diva und ist gleichzeitig ein Kind des Pop – Musik der 50er und 60er, etwa von Ray Charles oder Etta James, inspirierten sie ebenso wie der Sound der 90er. Dass das kein Widerspruch sein muss, beweist die Künstlerin auf ihrem Album, das am 13. November veröffentlicht wird,mit dem passenden Titel: „Freedom“. „Für mich ist 2020 das Jahr des Ausbruchs des Einzelnen aus gesellschaftlichen Normen und Unterdrückung“, sagt Marie Chain. „Mit meinem Album möchte ich Menschen dazu inspirieren, ihre eigene Freiheit selbstbestimmt zu leben – gerade jetzt ist das wichtig.“ Dazu bewegt haben sie unter anderem die Demos für Gleichberechtigung und Umweltschutz rund um den Globus. „Wir haben die Verantwortung, uns jetzt zu engagieren!“, erklärt die Künstlerin. Doch mit Freiheit meint sie noch mehr: Es geht auf ihrem neuen Werk auch um die Auseinandersetzung mit äußeren Erwartungen und die Aushandlungen menschlicher Abhängigkeiten – etwa in Liebesbeziehungen. Im Musikvideo zum Titelsong “Freedom“ vereint die Soul-Pop-Sängerin 90ies-Vibes mit Botschaften von heute: „Ich wollte ein Lied, das Diversität und Einzigartigkeit feiert”, sagt Marie Chain. „I’ve got the feeling of something new” singt sie im Dance-Pop-Song mit typischem 90er House Piano Riffs. Eine Hommage an die House Music Szene sind ebenfalls die „Freedom“-Moves im dazugehörigen Musikvideo, die sich an der Spree, im Park und auf den Dächern der Hauptstadt bewähren, an Party-Tänze à la Macarena erinnern und zum Mittanzen einladen. Denn mal ehrlich: So ein klein wenig nostalgisch-gute Laune, oder zumindest gemeinsame Bewegung, können wir alle gerade gut gebrauchen. „Der Song ‘Freedom’ symbolisiert für mich eine Loslösung – sowohl auf persönlicher als auch auf gesamtgesellschaftlicher Ebene.”, so Marie Chain. Das Releasedatum des Stücks hat sie daher bewusst gewählt: Sie bringt die Single am 18. September und den Remix am 2. Oktober heraus, um sich auf den Tag der Deutschen Einheit zu beziehen. Grenzen sprengen: mit ihrer Musik schafft Marie Chain das. Schon auf ihrem Debüt “Chainge”, auf dem sie den Wunsch nach innerer und äußerer Veränderung verarbeitet, wurde ihre Beschäftigung mit gesellschaftlichen Themen deutlich. Und das sind auf dem Album “Freedom” nicht nur etwa die Rechte von Menschen aus der LGBTQI+ Community, sondern immer auch Rollenbilder von Frauen.
Hier findet Ihr das Video zur aktuellen Single ´Freedom´:
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