Gus G. – Quantum Leap – new album am 08.10

 

Berühmt geworden ist Gus G. mit seiner Band Firewind, die er 1998 zunächst als Soloprojekt gründete und mit der er seit dem 2002er Debüt insgesamt neun Alben veröffentlicht hat. Parallel dazu stand er regelmäßig mit anderen Bands/Musikern wie Mystic Prophecy, Nightrage, Arch Enemy, Dream Evil und Ozzy Osbourne im Studio und auf der Bühne. Auch unter eigenem Namen, als Solokünstler, konnte Gus auf den Veröffentlichungen ‚I Am The Fire‘ (2014), ‚Brand New Revolution‘ (2015) und ‚Fearless‘ (2018) seine Extraklasse unter Beweis stellen. Das Jahr 2021 beendet er nun mit seinem neuen, rein instrumentalen Soloprojekt ‚Quantum Leap‘, das zehn Songs umfasst und Gus sowohl in typischer Manier als auch auf neuem Terrain zeigt.

 

Entstanden ist ‚Quantum Leap‘ während der weltweiten Pandemie, die leider verhinderte, dass Firewinds selbstbetiteltes 2020er Album richtig Fahrt aufnehmen konnte. Aufgrund der Quarantäneverordnung, die ihn zeitweise ans Haus fesselte, begann Gus – um nicht untätig zu sein – neue Ideen zu sammeln. Im Sommer 2021 entschied er, daraus ein komplettes Album zu machen.

 

„‚Quantum Leap‘ ist nicht einfach nur ein weiteres Kapitel meiner Solokarriere, sondern folgt dem Motto: Was gibt es sonst noch?“ erklärt Gus, der zugibt: „Ich brauchte ein kreatives Ventil.“

 

Der Ausnahmegitarrist vertritt die Meinung, dass man als Künstler ein Instrumentalalbum sowieso in erster Linie für sich selbst machen muss. Wenn die Scheibe anschließend auch den Fans gefällt, ist dies ein willkommener Nebeneffekt. Diese Einstellung findet man auf all seinen Veröffentlichungen, zumal: Während man Heavy Metal bereits per se als Nischenmarkt bezeichnen kann, so ist ein Instrumentalalbum sogar ein noch kleinerer Ausschnitt davon. Doch als fester Bestandteil der Musikindustrie hat Gus in den zurückliegenden 20 Jahren gelernt, dass sich das Business weiterentwickelt hat und Instrumentalalben mittlerweile eine weitaus größere Akzeptanz als zu Beginn seiner Karriere genießen.

 

„Als Künstler darf man heutzutage alles machen, denn für alles gibt es ein Publikum. Instrumentalmusik mag vielleicht nicht der größte Verkaufsschlager sein, aber jeder hat auf alles Zugriff. Insofern gibt es keinerlei Grenzen für das, was ich tue. Auf der neuen Scheibe gibt es einen von Synth-Wave beeinflussten Track (‚Night Driver‘), es gibt eine bluesige Ballade (‚Enigma Of Life‘), einen Track mit starken Prog-Elementen (‚Into The Unknown‘), es gibt Power Metal-Nummern (‚Demon Stomp‘, ‚Judgement Day‘), das alles unter dem Oberbegriff ‚Hard Rock / Heavy Metal‘, aber dennoch mit großem Abwechslungsreichtum. Die Scheibe klingt nicht, als ob ich zehn verschiedene Riffs auf der tiefen E-Saite geschrieben und dann einfach einen Haufen Solos drübergelegt hätte. Zudem findet man keinen Anlass für ein Statement wie: ´Ich mag zwar die Musik, aber ich hasse diese Art von Gesang.` Denn auf ‚Quantum Leap‘ gibt es überhaupt keinen Gesang.“ (lacht)

 

Bestückt ist ‚Quantum Leap‘ mit neuen Kompositionen und Ideen aus seinem so genannten „Riff Vault“, in dem Gus Songfragmente sammelt und sie bei passender Gelegenheit wieder aufgreift. Ursprünglich startete das Album als reines Soloprojekt, bei dem Gus das Schlagzeug programmierte und eigenhändig Gitarre, Bass und Keyboards spielte. Doch nach einer zufälligen Begegnung bot ihm Schlagzeuger Vincent Velasco seine Unterstützung an – und blies Gus förmlich um. Zudem spielt Produzent/Toningenieur Dennis Ward, verantwortlich für den Mix und das Mastering von ‚Quantum Leap‘, den Bass in acht der zehn Tracks.

 

Im Gegensatz zu vielen anderen Instrumentalalben klingt ‚Quantum Leap‘ weder wie ein rudimentäres Basiswerk noch wie eine langwierige und verquere Kopfgeburt. Alle zehn Tracks sind solide und kompakte musikalische Ideen, mit Gus` Gitarre als Stimme. Da Gus seine Songs normalerweise auf den Leadgesang ausrichtet, war ‚Quantum Leap‘ für ihn eine echte Herausforderung. Zumal er zu Beginn der Produktion mitunter dazu neigte, aufgrund des fehlenden Gesangs zu viele Gitarrenparts in einem Song unterbringen zu wollen. Doch Gus erkannte die Gefahr und reagierte frühzeitig.

 

„Als ich beispielsweise zum ersten Mal an ‚Exosphere‘ arbeitete, gab es zunächst einige Licks und Riffs, die nur wenig aussagekräftig waren“, erläutert Gus. „Ich brauchte für die Gitarre also einen eher gesanglichen Ansatz. Ich wusste, wenn ich beim Spielen nur technische Aspekte berücksichtige, würde es keinen Spaß machen. Es geht hier nicht nur um Technik, sondern um eine ausgewogene Formel, die es leichter macht, starke Melodien zu finden.“

 

„Ich bin zwar Gitarrist, kann mit den meisten instrumentalen Gitarrenalben aber kaum etwas anfangen“, fügt er hinzu. „Die Klassiker sind natürlich Klassiker, dennoch gefallen mir nur die wenigsten, denn oft wirken sie bereits nach dem dritten Track wie endlose, gleich klingende Gitarrensoli. Genau das wollte ich auf ‚Quantum Leap‘ unbedingt vermeiden. Und ich denke, dass mir dies gelungen ist.“

 


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Chris Strieder ist Baujahr 1970... Seit 1983 totaler Musikfreak und Kenner in den Bereichen Hardrock / Heavy Metal / Bluesrock und Progrock. Gut vernetzt in Musikerkreisen, da er auch selber als Gitarrist unterwegs ist (z.B in der regional sehr bekannten Coverrockband „Sevencent“)... Ist ständig am Puls der Zeit und verfolgt die internationale Rockszene und Strömungen in der Musikwelt in jeder freien Minute....